Würselen - Neubaugebiet am Rande von Weiden

Neubaugebiet am Rande von Weiden

Von: -ks-
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Würselen. In Würselen geht Baugrund trotz mittlerweile saftiger Quadratmeterpreise weg „wie geschnitten’ Brot“, weil es im nahen Aachen halt noch teurer ist und viele gerne zumindest möglichst im nahen Umfeld des Oberzentrums ihr Häuschen bauen wollen.

Und weil eben Würselen auch Würselen ist, also Einiges an Wohnumfeldqualität zu bieten hat.

Das ruft natürlich lokale Grundstückseigentümer auf den Plan, die ihr Areal zum Bauland machen wollen. So auch ein Landwirt am Rande von Weiden, was im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung diskutiert wurde.

Es geht um den Bebauungsplan 217 im Bereich Friedhof-/Feldstraße. Ein durchaus legitimes Anliegen des Grundstückseigners, wie seitens der Verwaltung dargelegt wurde. An der Friedhofstraße soll demnach ein Wohngebiet mit einem Mehrfamilienhaus und 16 Einfamilienhäusern entstehen – letztere in Form von sieben Doppelhäusern sowie einer Hausgruppe mit einem bereits vorhandenen Haus.

Bürgerversammlung geplant

Bislang wird die Fläche als landwirtschaftlicher Betrieb genutzt, der aber laut Verwaltung aufgegeben werden soll. Es geht um rund 20.000 Quadratmeter, ein zum großen Teil bereits versiegelter Bereich am Rande von Weiden gelegen.

Das bedeutet, dass grundsätzlich die Stadt Würselen laut Baugesetzbuch den Bebauungsplan auch auf den Weg zu bringen hat, aber natürlich das notwendige Verfahren einzuhalten ist – inklusive Bürgerversammlung. Zudem beschloss der Fachausschuss unter Vorsitz von Karl-Jürgen Schmitz (CDU) entgegen dem ursprünglichen Verwaltungsvorschlag, dass es nicht zum beschleunigten Verfahren kommt, sondern ganz „normales“, bei dem auch eine Umweltprüfung zu erfolgen hat.

Dr. Renate Knauf (Grüne) sprach sich strikt gegen das Vorhaben aus. Es dürfe nicht zu einer weiteren „Verdichtung“ und keiner zusätzlichen Versiegelung von Flächen kommen. Auch Werner Schneider vom Naturschutzbund Deutschland votierte dagegen. Dies wäre eine Steilvorlage für weitere Planungen im Umfeld zu Lasten von Naturschutzgebieten.

Dagegen konnte Hans Carduck (FDP) im Sinne der Erschließung von weiterem Baugrund „kaum genug kriegen“. Er würde am liebsten sehen, wenn für Weiden ein noch größeres Baugebiet dabei herausspringen würde. Davon riet jedoch Manfred Schmitz-Gehrmann (Planungsamt der Stadt) ab. Erfahrungsgemäß würde die Bezirksregierung dies nicht genehmigen. „Es kann hier nicht weitergehen.“

Die Kosten des Verfahrens trägt übrigens der Antragsteller. Und weil die Fläche größer 1000 Quadratmeter ist, muss der Nutznießer 25 Prozent des Erlöses aus dem Grundstücksgeschäft laut Ratsbeschluss an die Kommune abführen.

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