Alsdorf - Naturerlebnisse: Die ehemalige Weide in Hoengen als Ausflugsziel

Naturerlebnisse: Die ehemalige Weide in Hoengen als Ausflugsziel

Von: Stefan Schaum
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Hier soll der Naturgenuss beginnen: Ilona Chrobak (l.) und Mo Hilger laden Kinder und Familien auf Entdeckungstouren ein. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Natur gibt es hier satt. Eine üppige Wiese, die mal als Weide diente, und eine Bergehalde, die im Lauf der Jahre von Bäumen erobert worden ist. Viel zu entdecken – so soll es sein in der „Naturerlebniswerkstatt“, die zwei Frauen zu Füßen der Halde Maria Hauptschacht starten.

Die Erzieherin und Kräuterpädagogin Mo Hilger und die Biologin und Erziehungswissenschaftlerin Ilona Chrobak haben sich in der Gruppe Aachen-Land des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kennengelernt und rasch festgestellt, dass sie eine gemeinsame Vision haben: Kindern die Natur nahe zu bringen. Ihnen Dinge zu zeigen, die sie nicht kennen oder womöglich einfach übersehen. Die Idee war da. Das Grundstück nicht. Nach dem mussten sie lange suchen.

Bis Franz-Josef Emundts, ebenfalls im BUND engagiert, sie auf das Gelände an der Halde stieß. „Wir wussten gleich, dass das genau das richtige ist“, erinnert sich Mo Hilger an den ersten Besuch. Und sie haben mit der Stadt Alsdorf einen richtig guten Deal hinbekommen.

Die 1350 Quadratmeter große Wiese – mittlerweile hübsch eingezäunt und mit einem rustikalen Holztor versehen – dürfen die beiden Naturwerkstattlerinnen kostenlos nutzen. Dafür sollen sie nach Möglichkeit dafür sorgen, dass die Artenvielfalt sich dort und an der Halde noch vergrößert. Das trifft sich. Denn mit zahlreichen geplanten Projekten ist das ohnehin im Blick. Alte Gemüsesorten wollen die mit den Kitagruppen, Schulklassen und Familien anbauen, die das Gelände besuchen können.

Auch sollen Obstbäume gepflanzt werden und vieles mehr. Hier können Kinder selbst ernten und Dinge am Lagerfeuer zubereiten. Holzblöcke als Sitzgelegenheiten gibt es schon. Auch einen Planwagen, der vor allem als Lager dient. Sonstiger Luxus? Fehlanzeige. Kein Strom, kein fließendes Wasser. Ersteren braucht es nicht, letzteres wird bei Bedarf von den Besuchern in Kanistern aufs Gelände transportiert. „So lernen Kinder auch gleich, dass Wasser eigentlich gar nicht so selbstverständlich immer verfügbar ist“, sagt Mo Hilger. Auch so funktioniert Naturerlebnis: Aus der Not eine Tugend zu machen.

Mit Kindern wollen die beiden das Gelände gründlich erkunden und zum Beispiel mit der Lupe nach Insekten und Kriechtieren Ausschau halten oder Wildkräuter finden, die sich womöglich gar zum Essen eignen. Was das betrifft, hat Mo Hilger einige Erfahrung. Auch eine Ausbildung zur Heilpflanzenpädagogin hat sie hinter sich und weiß, welche wohltuende Kraft in welchem Kraut steckt. Die zu zeigen, ist nur eins von vielen Zielen der Naturerlebniswerkstatt.

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