Närrisches Spektakel kennt keine Grenzen

Von: ehg
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Wöschele Alaaf: Die große Karnevalssitzung des Caritas-Behindertenwerks in der Aula naht. Die Elferratsmitglieder freuen sich ebenso wie das Vorbereitungsteam um Lothar Mertens (2.v.r.) und Ursula Reuters (2.v.l.) auf den 20. Januar. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Der Countdown für die große barrierefreie Karnevalssitzung am Sonntag, 20. Januar, um 14.30 Uhr läuft. Nicht nur die Behinderten-Elferräte der Caritas-Werkstatt an der Honigmannstraße 13, die schon mal ihren Auftritt mit Narrenkappe und schicker Fliege probten, fiebern dem großen karnevalistischen Event entgegen.

Vielmehr auch die in den sechs übrigen Einrichtungen der Städteregion sitzen karnevalistisch auf heißen Kohlen. Braun gebrannt aus dem Teneriffa-Urlaub zurück, hat Organisator Lothar Mertens schon seinen gelb-grünen Schwalbenschwanz aufgebügelt. Möchte er doch besonders schick sein, wenn sich zum elften Male der Vorhang in der Aula an der Klosterstraße heben wird. Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, der leider nicht teilnehmen kann, hat vorab schon „ein gutes Gelingen“ gewünscht.

Vor zehn Jahren wurde die Idee für eine barrierefreie Veranstaltung von der damaligen Leiterin der Würselener Werkstätte, Liane Siebertz, geboren. Sollten sich doch auf karnevalistischer Ebene die behinderten Menschen aus den verschiedenen Werkstätten ungezwungen begegnen können. Noch wichtiger erschien ihr für deren Integration in die Gesellschaft die Begegnung mit Nicht-Behinderten. Beim damaligen Bürgermeister Werner Breuer, dem heutigen Vorsitzenden des Fördervereins, und dem Präsidenten des Komitees Würselener Karneval (KWK), gleichzeitig auch Ehrenpräsident der KG Au Ülle, Dieter Pütz, stieß sie mit ihrer Idee offene Türen ein. Mit Unterstützung des KWK und der Stadt wurde ein Programm auf die Beine gestellt. Aus allen Werkstätten reisten die kostümierten Behinderten an. Die erste Veranstaltung ging voller Schwung mit Erfolg über die Bühne. Dass es eine Neuauflage in der nächsten Session geben würde, war keine Frage. Sollen doch die Behinderten – eine Reihe von ihnen haben in Vereinen ihre karnevalistische Heimat gefunden – im Karneval nicht abseits stehen.

Ehrenamtlich stellten sich – ausnahmslos! – die Mitwirkenden von der ersten bis zur elften Veranstaltung zur Verfügung. Nicht nur aus der Düvelstadt, sondern auch aus Nachbarstädten. Organisator Lothar Mertens: „Auch in diesem Jahr haben so viele Vereine ‚angeklopft‘, dass ich sie zeitlich nicht mehr im Programm unterbringen konnte. Ich musste sie auf die nächste Session vertrösten.“ Fest steht, dass auch ein leibhaftiger Prinz mit von der Partie sein wird: Die KG Prinzengarde Alsdorf wird ihr Prinzenpaar Horst I. und Gerti I. in der Düvelstadt präsentieren. Mehr noch: Sie wird auch mit ihrem Fanfarenzug und der schmucken Garde anrücken.

Der Reihe nach: Los geht es mit den Regimentstrompetern Prinzengilde Eschweiler-Bergrath. Unter „Larida“-Klängen wird das Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ den bunt gemischten Elferrat mit dem Sitzungspräsidenten Achim Mallmann auf die Bühne spielen. Mitbringen wird er von seiner Gesellschaft die Kinder- und die Jugendtanzgarde. Eine Zirkusshow wird die Showtanzgruppe „Op Zack“ der Prinzengilde Eschweiler-Bergrath abziehen. Die „Brüder Eifelschnüss“ werden bei dieser Veranstaltung ihr Debüt geben. Auch für Stimmungssängerin Roberta war es keine Frage: Sie wird mit südländischen Temperament den Schlusspunkt setzen. Nicht zu vergessen die „Rasselbande“, eine seit über 30 Jahren im Odilienhaus der Caritas bestehende, von Stephan Kriescher geleitete 28-köpfige Musikgruppe, deren Ziel es ist, gemeinsam zu musizieren und dabei möglichst viel Spaß zu haben. Davon möchte sie auch beim 11. Event eine Menge weitergeben.

Karten in der Werkstatt

Dass Bürgermeister Arno Nelles seine Aufwartung machen wird, versteht sich von selbst. Auch seine Amtskollegen Christoph von den Driesch (Herzogenrath), Alfred Sonders (Alsdorf) und Rudi Bertram (Eschweiler) sowie Vize-Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck haben ihr Erscheinen zugesagt. Dann werden auch sie – wie alle Mitwirkenden – mit dem wiederum aufgelegten Orden „dekoriert“ werden.

Was sich Organisator Mertens nun noch wünscht, sind möglichst viele nichtbehinderte Besucher, damit die Veranstaltung ihrem Ruf, der ihr vorauseilt, auch gerecht werden kann. Karten gibt es in der Werkstatt an der Honigmannstraße 13.

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