Nachwuchsreporter der Schülerzeitung „Kids-Blitz” arbeiten eifrig

Von: Anja Klingbeil
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Was kommt ins Blatt: Max (v.l.), Aaron und Ellen Elbers besprechen die Themen für die zweite Ausgabe des „Kids-Blitz”. Foto: Anja Klingbeil

Wrüselen. Da sage nochmal einer, Kinder würden keine Tageszeitung lesen. „Ich lese jeden Morgen zum Frühstück immer die Kinderseite Karlo Klaro in der Aachener Zeitung. Meine Mama legt mir die immer hin”, sagt Sara.

Was der Neunjährigen hingegen nicht so gefällt, sind die Artikel, in denen von Unglücken und Toten berichtet wird. „Ich will lieber was Schönes, Positives lesen.

Die Nachrichten in der Zeitung finde ich manchmal ganz schön schlimm”, erzählt Sara. Und so kam sie schließlich auf die Idee: Warum nicht eine eigene Zeitung herausbringen.

Eine Schülerzeitung, in der sich alles um die Grundschule St. Sebastianus dreht, die Sara ebenso wie ihr kleiner Bruder Paul besucht.

Namenssuche

Eine Zeitung, in der viel Positives drin steht, gemacht von Kindern für Kinder. Unter der Federführung von drei engagierten Müttern - darunter auch Saras Mama Ellen Elbers - ging es ans Werk. 15 Jungen und Mädchen der dritten und vierten Klassen bilden das Redaktionsteam.

„Redaktionsarbeit ist nicht immer nur spannend. Es gibt Tausende Ideen, aber es dauert manchmal lange, bis die umgesetzt sind”, hat Kilian festgestellt. Für die erste Ausgabe der Schülerzeitung gab es jede Menge Einfälle, so viele, dass einige für die zweite Ausgabe beiseite gelegt wurden.

„Kids-Blitz” haben die Schüler ihre Zeitung genannt. Ganz demokratisch durften alle Schüler darüber abstimmen. Zur Auswahl standen etwa auch „Polar-Express” oder „Buchstabensuppe”. Alina Frank, Mitglied des Redaktionsteams, ist die Erfinderin des Namens. „Mir sind ganz viele Titel durch den Kopf gewirbelt. Am besten hat mir âKids-Blitz´ gefallen und der hat ja dann am Ende auch gewonnen”, freut sich die Achtjährige.

40 Seiten hat die erste Auflage der Schülerzeitung, von der 250 Exemplare gedruckt wurden. 200 sind bereits verkauft. „Als wir die Zeitung auf dem Schulhof verkauft haben, sind ganz viele gekommen, da konnte man kaum mehr atmen, so groß war der Andrang”, erinnert sich Aaron. „In 30 Sekunden war ein Stapel ausverkauft”, erzählt Kilian. Gesponsert wurde die erste Auflage vom Förderverein der Sebastianus-Grundschule.

Pro Stück kostet ein DIN-A4-Exemplar - teilweise in bunten Bildern - einen Euro. „Wir haben lange überlegt, ob wir sie kostenlos abgeben sollen, haben uns dann aber dafür entschieden, einen Euro zu nehmen. Von den Einnahmen wollen wir nun Materialien wie Stifte und Papier kaufen, das brauchen unsere kleinen Reporter ja auch für ihre Arbeit”, sagt Ellen Elbers.

Themen für die nächste Ausgabe sind auch bereits in der Planung. Zurzeit werden schon erste Interviews geführt, denn auch die sind im „Kids-Blitz” zu finden. Ebenso wie knifflige Rätsel, Basteltipps oder ein selbst gezeichneter Comic von Aaron und Max. Kilian widmet sich in der neuen Ausgabe dem Thema „Gorillas”.

Man darf also gespannt sein, was die kleinen Reporter noch an spannenden Geschichten ihren Lesern präsentieren. Die richtige journalistische Einstellung haben sie jedenfalls schon: „Es gibt nichts älteres als die Zeitung von gestern”, bringt es Tim auf den Punkt.
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