Würselen - Nachwuchsmusiker zeigen ihr Talent

Nachwuchsmusiker zeigen ihr Talent

Von: ehg
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Würselen. Kulturforum Würselen Matinée mit dem Bläserquintett der Musikhochschule Aachen im alten Rathaus: Es spielten Andon Markov und Yuki Takahata (Trompete), Fernando Arroyo Ruiz (Horn), Lukas Aretz (Posaune), und Kazuho Oishi (Bass-Posaune). Foto: W.Sevenich
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Kurzweilig und hörenswert: Die Bläser der Musikhochschule begeisterten beim Konzert im Kulturzentrum. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Fünf junge, hochambitionierte Musiker aus vier Nationen (Japan, Spanien, Bulgarien und Deutschland), die an der Musikhochschule Köln/Aachen ihr Studium in ihrem jeweiligen Ins-trument absolvieren, bot das Kulturforum (KuFo) Würselen in einem Konzert im Alten Rathaus eine Plattform, ihre hohe Musikalität unter Beweis zu stellen.

Dabei unternahmen sie einen – auf den ersten Blick – wagemutigen Streifzug durch die verschiedenen Epochen. Sie schlugen erfrischend und kurzweilig zugleich einen Bogen vom Frühbarock über die Barockzeit und die Romantik bis zu großen Kompositionen des 20. Jahrhunderts. Durch das anspruchsvolle Programm führte die Besucher im Plauderton der Posaunist Lukas Aretz (Posaune) fachkundig und sympathisch. Neben ihm wirkten im Bläserquintett der Musikhochschule Aachen Andon Markov und Yuki Takahata (Trompete) sowie Fernando Arroyo Ruiz (Horn) und Kazuho Oishi (Bass-Posaune) mit.

Seine erste Kostprobe lieferte das Brass-Quintett mit der Ouvertüre zu Mozarts Meisteroper „Die Zauberflöte“ ab, ein feiner Gruß der Wiener Klassik. Was sich als eine gute Wahl herausstellte. Denn mit ihr stießen die internationalen Blechmusiker die Tür bei den Besuchern für alle übrigen Darbietungen weit auf. Die italienische Barockzeit ließ grüßen, als die fünf Musiker den 1. Satz der „Sonata Saint Mark“ von Tomaso Albinoni, ein Paradestück für ein Brass-Quintett, intonierten.

Dann wagte es sich an ein Stück heran, das ursprünglich für Violine und Klavier geschrieben worden ist. Wie hätte es auch anders sein können? Stammte die „Moses Fantasia“ doch aus der Feder des Teufelsgeigers Niccolo Paganini. Die „Umschrift“ spiegelte fast parodistisch Werk und Physiognomie des Komponisten wider. Was die Blechbläser daraus machten, war einfach faszinierend. Als Kontrast dazu der Gassenhauer „The Entertainer“ von Scot Jopin, einer der bekanntesten Rags für Klavier solo. Aber auch die Blechbläser fanden wie bei allen übrigen Darbietungen immer den rechten Ton.

Einzig das 1. Ewald-Quintett von Viktor Ewald war eine Originalkomposition für Brass, so dass sich die Blechbläser erst recht ausleben konnten. Zwischendurch erlebten die Besucher einen Hochgenuss bei „Bess you is my women“ aus der Oper „Porgy and Bess“ es US-amerikanischen Komponisten George Gershwin. Sie machten damit Appetit auf mehr, der am Ende des Konzertes auch gestillt wurde, und zwar mit „Gershwin in Brass“. Die „Rhapsodie in Blue“ durfte dabei nicht fehlen. Einfach wunderschön und zum Genießen.

Doch zuvor machten die Besucher noch Bekanntschaft mit zwei nicht so bekannten Barock-Komponisten: Einmal mit dem Engländer Giles Farnaby, der als erster Musik für Tasteninstrumente und damit Klaviermusik schrieb. Mit „Fancies, Toys and Dreams“ stellte das Brass-Quintett ihn vor. Zum anderen genossen sie „Courant Dolorosa“ und „Canzon Bergmansque“ des deutschen Organisten und Komponisten Samuel Scheidt. Weitläufig bekannt durch „Wie schön leucht uns der Morgenstern“.

Ein weiteres „Schmankerl“ war „The Little Negro“ des französischen Impressionisten Claude Debussy. Auch bei ihm haben die amerikanischen synkopischen Ragtime-Rhythmen Eingang gefunden. Nach einer gerne gewährten Zugabe ging das Konzert, das allen Besuchern einen musikalischen Hochgenuss beschert hatte, nach zwei Stunden zu Ende.

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