Nachwuchsarbeit hat für die Jugendfeuerwehr Bardenberg hohe Priorität

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Freuen sich auf zahlreiche Gäste am „Tag der Feuerwehr“Löschzugführer Stefan Kaiser (l.) und Jugendwart Franz-Josef Mertens. Foto: Markus Roß

Würselen. Die Jugendfeuerwehr Bardenberg feiert am kommenden Samstag, 27. August, sein 30-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass laden der Löschzug Bardenberg der Freiwilligen Feuerwehr und Jugendfeuerwehr ab 13 Uhr zu einem „Tag der Feuerwehr“ auf dem Gelände der Feuerwache an der Niederbardenberger Straße ein.

Den ganzen Tag über präsentieren die jungen Leute der Jugendfeuerwehr und die Feuerwehrleute des Löschzuges mit vielen Aktionen ihr Leistungsspektrum. Markus Roß sprach mit Jugendwart Franz-Josef Mertens und Löschzugführer Stefan Kaiser darüber, was die Besucher erwartet.

Herr Kaiser, was ist an diesem Tag genau geplant?

Stefan Kaiser: Mit dem Tag der Feuerwehr möchten wir den Bardenberger Bürgern einen Einblick in die Arbeit ihrer Feuerwehr geben. Eine Fahrzeugausstellung und Schauübung sind geplant. Bei den Übungen wird die Jugendfeuerwehr gemeinsam mit den aktiven Feuerwehrleuten ihre Leistungsfähigkeit demonstrieren. Im Überschlagssimulator, den uns die Dekra freundlicherweise zur Verfügung stellt, kann jeder Besucher mal testen wie sich ein Überschlag mit einem Pkw „anfühlt“. Weiterhin wird es ein reichhaltiges Unterhaltungsprogramm für Groß und Klein geben. Zum Festakt anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr erwarten wir zahlreiche Ehrengäste.

Warum engagieren Sie sich als Jugendwart bei der Jugendfeuerwehr?

Franz-Josef Mertens: Vor 30 Jahren stellte sich im Löschzug Bardenberg die Frage: wie gehen wir mit den sinkenden Mitgliederzahlen um? Für den damaligen Löschzugführer Leo Capellmann gab es nur eine Lösung – wir gründen eine Jugendfeuerwehr. Ich habe mich sofort bereiterklärt das Amt des Jugendwarts zu übernehmen und das bereitet mir auch nach drei Jahrzehnten noch große Freude. Bis heute ist es uns immer gelungen, viele Kinder und Jugendliche für das Thema Feuerwehr zu gewinnen, auch wenn dies heute sicher nicht immer einfach ist. Zwei ehemalige Mitglieder haben ihr Hobby mittlerweile zum Beruf gemacht.

Wie ist die Jugendfeuerwehr derzeit aufgestellt und wie funktioniert die Jugendarbeit in Bardenberg?

Franz-Josef Mertens: Die Jugendgruppe in Bardenberg besteht zurzeit aus zwölf Jungen und drei Mädchen im Alter von 10 bis 17 Jahren. Wir treffen uns alle 14 Tage freitags zum Übungsdienst. Hier erlernen die Jugendlichen den Umgang mit der feuerwehrtechnischen Ausrüstung. Zweimal im Monat findet dann mittwochs eine Sportveranstaltung statt. Erfreulicherweise können wir das Freizeitbad Aquana nutzen. Neben verschiedenen Wanderungen, Leistungswettbewerben findet einmal im Jahr unser Berufsfeuerwehrtag statt, der seit Jahren großen Anklang bei den Jugendlichen findet. Hier heißt es für die Jugendfeuerwehr 24-Stunden-Feuerwehr erleben. Einsatz und Arbeitsdienst sowie Fahrzeugpflege stehen dann auf dem Programm. Genauso wie bei einer Berufsfeuerwehr.

Wie unterstützt der Löschzug Bardenberg den Feuerwehrnachwuchs?

Stefan Kaiser: Zum Beispiel beim besagten Berufsfeuerwehrtag bereiten die aktiven Mitglieder die Einsätze für die Jugendfeuerwehr vor, stellen die Fahrer für die Feuerwehrfahrzeuge. So unterstützen wir auch bei allen anderen Veranstaltungen. Uns ist es wichtig, dass die Jugendlichen schon früh möglichst viele der aktiven Mitglieder kennenlernen und dann später als gemeinsames Team in den Einsatz zu gehen. Wir sehen uns als große Familie und das ist heute nicht anders als vor Jahren. Die Gründungsmitglieder der Jugendfeuerwehr Bardenberg waren damals alle samt Söhne aktiver Feuerwehrleute.

Wie ist der Löschzug Bardenberg personell aufgestellt? Können Sie genügend junge Leute für ein Engagement bei der Feuerwehr begeistern?

Stefan Kaiser: Ja, dank der tollen Jugendarbeit von Franz-Josef Mertens sind wir gut aufgestellt. Unser Löschzug besteht zu 95 Prozent aus ehemaligen Mitgliedern der Jugendfeuerwehr. Auch ich selbst bin 1986 in die Jugendfeuerwehr Bardenberg eingetreten. Es ist eine tolle und sehr sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

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