Nachwuchs brilliert mit reifer Leistung

Von: pt
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Begleitet von Marina Stricker am Klavier, wusste die zehnjährige Caroline Prössl mit ihrem Klarinettenspiel zu überzeugen. Foto: pt

Herzogenrath. Ob die hier erwähnten jungen Musikerinnen und Musiker beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert” ihre Feuertaufe bestehen, muss sich erst noch zeigen. Aber auf der Ebene der Region Aachen sind die Mädchen und Jungen, die das Konzert im Rittersaal von Burg Rode bestritten, schon eine Klasse für sich.

Das haben sie durch ihre Qualifikation für den Landeswettbewerb bewiesen, das bewiesen sie bei ihrem Auftritt in Herzogenraths guter (Kultur-)Stube.

Begrüßt wurden die 10- bis 18-Jährigen von der Herzogenrather Vize-Bürgermeisterin und Burg-Rode-Vorstandsmitglied Marie-Theres Sobczyk, durch das Programm führte Ingrid Ropertz. Sie unterrichtet wie andere noch anwesende Kollegen an der Musikschule Aachen, wo die Talente entdeckt wurden.

Fingerakrobat

Schon ganz bemerkenswerte kleine Fingerakrobaten sind die beiden Gitarristen Sebastian Frank (er ist 13 Jahre) und Bahar Özdemir (sie ist 17). Beide trugen ihre Werke - hier portugiesische Weisen und spanischen Tango, dort Bachsche Gavotten und eine arabisches Capricchio von Tarrega - auswendig vor.

Die bunte Vielfalt armenisch-kaukasischer Melodik zauberte dann der 11-jährige Vincent Blumberger auf den Klaviertasten im 3. Satz der Sonate von Aram Chatschaturian hervor. Gleich zweimal ließ die zehnjährige Caroline Prössl - von Marina Stricker am Klavier begleitet - ihr warmes Klarinettenspiel erklingen: bei der Romanze aus Stamitz´ Klarinettenkonzert Nr. 3 und bei den acht leichten Stücken mit Variationen von Baklanova.

Starke Auftritte

Auch die anderen auftretenden Duos spielten schön abgewogen und gut aufeinander abgestimmt ihre anspruchsvollen Stücke: von Jasmin und Jean Chu (11 und acht Jahre, beide Klavier) mit Faur-Klängen über Lisa Schroeder (14 Jahre) und Paola Both (18) an Querflöte und Klavier mit der Idylle von Benjamin Godard und einer Bach-Sonate bis hin zu Marcel Oleniecki (13 Jahre, Querflöte) und Sarah Schmidt (15 Jahre, Klavier). Letztere brillierten besonders beim Allegro moderato von Claude Arrieu und dem Rondo aus dem Konzert G-Dur von Carl Stamitz.

Das jederzeit anspruchsvolle und in keinem Beitrag abfallende Programm wurde komplettiert von Johanna Bäß (15 Jahre, Violoncello) und Tobias Haunhorst (15 Jahre, Klavier). Ihre Interpretation von Ludwig van Beehovens Sonate opus 5 Nummer 1 (Sätze Adagio und Allegro) wies eine erstaunliche Reife und Tonschönheit auf.

Der große Beifall des Burg-Rode-Publikums zeugte von Sachverstand und kam von ganzem Herzen.
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