Nach sexuellem Übergriff: Wachsam sein und den Weiher meiden

Von: Katrin Fuhrmann
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Aufmerksamkeit ist geboten: Gerade zur dunklen Jahreszeit ist das Gelände rund um den Herzogenrather Weiher verwinkelt. Der Bürger- und Präsenzdienst der Stadt Herzogenrath ist verstärkt im Einsatz. Foto: Katrin Fuhrmann
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Petra Wienen, Pressesprecherin der Polizei, rät, kleinere Umwege in Kauf zu nehmen, sobald verdächtige Wahrnehmungen gemacht werden. Foto: Polizei Aachen

Herzogenrath. Nach einem sexuellen Übergriff auf eine Schülerin am Herzogenrather Weiher am Donnerstag sind Polizei, Stadt und Schulen alarmiert. Die Polizei hat den Bereich laut eigenen Angaben intensiv im Blick.

„In dem aktuellen Fall gilt es als Fußgängerin immer dann wachsam zu sein, wenn sich ein Fahrradfahrer nähert, zunächst vorbeifährt und sich dann ‚(ab)wartend‘ in der Nähe auf dem Weg oder am Wegesrand postiert“, heißt es vonseiten der Polizei.

Man solle versuchen, die Person zu umgehen und bei verdächtigen Wahrnehmungen und auffälligem Verhalten direkt die Polizei informieren. Wenn es im Bereich des Möglichen scheint, können auch kleinere Umwege durch belebtere Gegenden ratsam sein, teilt Petra Wienen, Pressesprecherin der Aachener Polizei, auf Anfrage mit.

Laut Hubert Philippengracht, Erster Beigeordneter der Stadt Herzogenrath, ist der sogenannte Bürger- und Präsenzdienst gerade zu dieser Jahreszeit ohnehin verstärkt im Einsatz. Aber: Der kann natürlich nicht an allen Orten gleichzeitig sein. Wegen des Übergriffs habe sich keine Schule bei der Stadt gemeldet. „Wir sind sowieso im ständigen Austausch mit Kindergärten und Schulen. Sie wissen, wie sie mit solchen Situationen umgehen müssen“, sagt Philippengracht.

Das Herzogenrather Gymnasium und das Berufskolleg liegen außerhalb des Innenstadtbereichs – anders als viele Schulen etwa in Kohlscheid und Merkstein.

Zu den Stoßzeiten – morgens vor Schulbeginn und nachmittags nach Schulende – sind die Wege rund um den Weiher stark frequentiert. Aber eben nur dann. Am späten Nachmittag und in den Abendstunden halten sich nur noch wenige Menschen dort auf. Die Wege sind zum größten Teil nicht beleuchtet und verwinkelt.

Den Vorfall hat Thomas Stephan, Schulleiter des Berufskollegs Herzogenrath, zum Anlass genommen, vor allem Kolleginnen und Schülerinnen zu informieren. „Sie sollen sich rund um den Weiher nicht alleine aufhalten“, sagt er. Und ergänzt: „Ich habe ihnen geraten, wenn es möglich ist, den Bereich komplett zu meiden.“ Einige Kolleginnen und Schülerinnen seien in Sorge.

Eine Flut von Anrufen, wie es oft nach solchen Vorfällen vorkommt, hat es laut Stephan nicht gegeben. Lediglich eine Mutter habe sich gemeldet.

Auch wenn es verboten sei, das Schulgelände während der Pause zu verlassen, könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich Schüler am Weiher aufhalten – dieser ist fußläufig in wenigen Minuten erreichbar. Aber im Interesse der eigenen Sicherheit solle man sich an den Rat der Schule halten.

Wie das Gymnasium mit der Situation umgeht, war bei Redaktionsschluss unklar. Eine Stellungnahme erfolgte, trotz mehrfacher Nachfrage, nicht.

Allgemein empfiehlt die Polizei, immer wachsam und aufmerksam zu sein, vor allem dann, wenn man allein unterwegs ist. Der Vorfall ist nicht der erste in der jüngeren Vergangenheit. Bereits am 16. Oktober hatte ein Unbekannter auf der Straße zwischen den Ortsteilen Ruif und Noppenberg versucht, eine Schülerin an ihrer Schultasche festzuhalten.

Zu einem sexuellen Übergriff war es in diesem Fall nicht gekommen. Die Polizei geht zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass es sich um denselben Täter handelt. Die Kripo bittet um sachdienliche Hinweise unter der Rufnummer Telefon 0241/9577-31201 oder der -34210.

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