Nordkreis - Nach der EWV erhöht jetzt auch Enwor den Gaspreis

Nach der EWV erhöht jetzt auch Enwor den Gaspreis

Von: Beatrix Oprée
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Nordkreis. Jetzt hat auch Enwor die Preiserhöhung verkündet: Zum 1. Oktober wird es für die Gas-Kunden des Kohlscheider Versorgers teurer, „je Tarif und Absatzmenge zwischen 5 bis 7 Prozent”, wie Ina Albersmeier, Leiterin der Stabstelle Marketing/Presse, auf Anfrage darlegt.

Der Erdgaspreis (zuletzt erhöht zum 1. Juli 2010) summiert sich aus dem Grundpreis und einem „Arbeitspreis” je abgenommene Kilowattstunde.

Wie andere Anbieter weist Enwor mit Veröffentlichung seiner neuen Tarif-Tabelle auf einen - mit zeitlicher Bindung gekoppelten - Vorteilstarif hin, in den Kunden jederzeit „schnell und unkompliziert” wechseln können. Im Tarif „Heimvorteil”, so rechnet Ina Albersmeier vor, zahlt ein Vier-Personen-Haushalt mit durchschnittlich 15.000 Kilowattstunden Verbrauch künftig 75 Euro pro Jahr, respektive 6,25 Euro pro Monat mehr. Für einen Single-Haushalt, Durchschnitts-Verbrauch 4000 Kilowattstunden, fallen hier etwa 20 Euro im Jahr beziehungsweise 1,67 Euro pro Monat Mehrkosten an.

Schon zum 1. September steigen die Gaspreise bei der EWV, Versorger u.a. für Alsdorf, Würselen und Baesweiler (letzte Erhöhung am 1. Oktober 2010). Eine Kilowattstunde Erdgas im Basistarif kostet dann brutto 7,22 Cent statt bisher 6,39 Cent. Dies entspricht einer Erhöhung um 0,83 Cent je Kilowattstunde beziehungsweise 13 Prozent. Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden für ein freistehendes Einfamilienhaus mit drei bis vier Bewohnern etwa entstehen monatliche Mehrkosten von rund 13,80 Euro.

Auch die EWV bietet ihren Kunden „attraktive Produktalternativen zu den Preiserhöhungen” an, wie Andreas Ihrig, Abteilungsleiter Marketing/Öffentlichkeitsarbeit, erläutert. Und zwar verbunden mit Bindungsfristen von einem respektive zwei Jahren. „Das ist hohe Planungssicherheit”, sagt Ihrig. Der Wechsel in den Tarif mit einjähriger Bindung könne im Musterfall (freistehendes Einfamilienhaus) eine Ersparnis von über 350 Euro pro Jahr ausmachen, fordert der EWV-Sprecher mit Verweis auf die hauseigenen Energieberater und die Spartipps auf der Homepage zu einem sparsamen Umgang mit Energie auf, „um die Kosten im Zaum zu halten”.

Und die Gründe für die Preissteigerungswelle? „Unsere Einkaufskosten für Erdgas sind dem allgemeinen Trend der letzten Monate entsprechend gestiegen”, erläutert EWV-Sprecher Ihrig, „leider ist diese Preiserhöhung deshalb nicht zu vermeiden. Dafür garantieren wir unseren Kunden aber, dass der Erdgaspreis in diesem Winter nicht weiter steigen wird.”

Wirtschaftslage und Fukushima

Auch Ina Albersmeier verweist auf die erhöhten Beschaffungspreise, die an den Rohstoffmärkten nach der Katastrophe in Fukushima und durch das anhaltende Anziehen der Wirtschaft stark nach oben geklettert seien: „Die Erhöhung in diesem Sektor wirkt sich mit zeitlicher Verzögerung auf die Erdgaspreise aus, was zur jetzigen Erhöhung führt. Seit dem 2. Quartal stagnieren die Preise, so dass im Moment von stabilen Preisen für die Zukunft ausgegangen werden kann.”

Und: „Wie der überwiegende Teil der Lieferanten haben wir noch einen zu 100 Prozent ölpreisgebundenen Beschaffungspreis. Wir arbeiten zurzeit sehr intensiv daran, neue Beschaffungsverträge mit reduzierter Abhängigkeit vom Ölpreis auszuhandeln. Einen kleinen Erfolg konnten wir für unsere Kunden bei der jetzigen Preisfindung schon verbuchen und die Preiserhöhung mit 0,5 Cent brutto geringer halten als so mancher Mitwettbewerber.”
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