Nach dem Sturm ziehen Helfer Bilanz

Von: ssc
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An der Lindener Straße wurde eine zwölf Meter lange Tanne gekappt, die auf die Fahrbahn zu stürzen drohte. Foto: Feuerwehr
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Wegen Sturm geschlossen blieb der Friedhof in Alsdorf Kellersberg. Foto: Dagmar Meyer
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An einem Alsdorfer Fitnesstudio mussten Helfer ein Reklameschild sichern. Foto: Dagmar Meyer
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Dachziegel hatten sich unter anderem an der Morsbacher Straße in Würselen gelöst. Foto: Dagmar Meyer

Nordkreis. Die Sturmböen haben am Wochenende den Löschzügen im Nordkreis einige Einsätze beschert. In Alsdorf gab es insgesamt 14 sturmbedingte Einsatzstellen. Ein umgestürzter Baum in Busch war am Freitagmittag die erste Station.

Da der Baum eine Straßenlaterne mitgerissen hatte, musste eine Fachfirma die Laterne „stromlos“ schalten. Ein weiterer größerer Baum war Am Bürgerhof in Schaufenberg gegen den Giebel eines angrenzenden Wohnhauses gebrochen und drohte von dort auf die Straße zu stürzen. Mittels umfangreicher Schnittarbeiten an der Baumkrone konnte der Baum jedoch kontrolliert zu Fall gebracht werden. Am Schleibacher Weg war ein Baum quer über die Straße auf eine Scheune gestürzt und drohte ebenfalls abzurutschen. Da der Baum zusätzlich auf einer parallel zur Straße führenden Stromleitung ruhte, wurde das Eintreffen des Energieversorgers abgewartet.

Am Grenzweg wurde ein etwa drei Meter breites und mehrere Meter hohes Werbeschild eines Fitnessstudios durch den Sturm stark in Mitleidenschaft gezogen. Eine Seite der Werbetafel hatte sich abgelöst und musste von den Wehrleuten gesichert werden. Da ein Ablösen der anderen Seite der Reklametafel nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde sie mit Hilfe von Drehleiter und Feuerwehrleinen fixiert. Bei diesem Einsatz kam es zu einem Beinah-Unfall zwischen einem Löschfahrzeug und einem „vorbeifliegenden“ Altkleidercontainer. Eine Sturmböe hatte den Container von seinem Aufstellplatz über die Straße hinweg ins Feld geweht. Glück hatten die Wehrleute, denn der Container wehte genau zwischen Drehleiter und Hilfeleistungslöschfahrzeug hindurch. An der Schlosserstraße wurde ein in Schieflage geratener Baum gemeldet, der unmittelbar nach Eintreffen der Kräfte herabstürzte. Ein Eingreifen mittels Kettensäge war nicht mehr notwendig, die Einsatzstelle wurde jedoch weiträumig abgesperrt.

Lose Dachteile

In Würselen hatte der Wind am späten Freitagabend um 23.52 Uhr einen Altkleidercontainer auf die Fahrbahn geweht. Die Wehr sorgte für Abhilfe. Am Samstagmorgen gegen 8.15 Uhr entfernten die Kräfte der hauptamtlichen Wache ein großes Werbebanner an einem Betrieb an der De-Gasperi-Straße. An der Bardenberger Straße wurden an drei benachbarten Häusern lose Dachteile entfernt. Der Löschzug Bardenberg war rund fünf Stunden im Bereich „Alte Furth“ im Einsatz. Dort mussten fünf Bäume gefällt werden, die teilweise bereits in Versorgungsleitungen gefallen waren. Währenddessen entfernte der Löschzug Würselen-Mitte einen umgestürzten Baum von der Fahrbahn Zum Wurmtal in Bardenberg mit einer Kettensäge; mit der Drehleiter wurde lose Dachteile an einem weiteren Wohnhaus an der Bardenberger- und der Nordstraße gesichert.

In der Lindener Straße drohte eine zwölf Meter hohe Tanne auf die Fahrbahn zu stürzen. Der Löschzug Broichweiden sicherte den Baum zunächst mit einem Greifzug. Danach wurde der Nadelbaum mit einer Motorkettensäge abgetragen. In der Fontane-straße in Broichweiden wurde ein Thuja-Buchsbaum von der Fahrbahn entfernt.

In Baesweiler musste die Feuerwehr nur einmal ausrücken. Ein Baum an der Kückstraße war am Samstag durch den Sturm in Schieflage geraten. Die Helfer entfernten zunächst die Krone und sägten den Baum bis zur Hälfte ab. In den kommenden Tagen wird er ganz entfernt.

Auch für die Herzogenrather Wehr meldet Sprecher Thomas Hendriks eine weitgehend entspannte Lage. Sieben kleinere umgestürzte Bäume wurden beseitigt, größere Behinderungen oder gar Schäden habe es jedoch in keinem Fall gegeben.

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