Musikschüler können glänzen

Von: mas
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Die Frühlingsfrische brachte Katrin Emundts mit ihrem leichtperligen Spiel wunderschön herüber. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Das gerade verklungene Konzert der Musikschule Baesweiler in der Reihe der Burgkonzerte war gar keines. Denn ausnahmsweise fand das Schülerkonzert im großen Musiksaal des Gymnasiums statt. Der nüchternere Aufführungsort schmälerte aber nicht die Spielfreude der jungen Musiker – im Gegenteil.

Musizierende an Gitarren und Klavier sorgten zusammen mit ihren Lehrern mit warmen Klangfarben für eine besondere Kleinkunst-Bühnenatmosphäre. Das Programm umfasste dabei Renaissancemusik bis hin zum Blues und moderne Balladen.

„Ich will nicht“, erklärte Louis Kaeding zwar erst einmal entschieden, als er das Konzert mit seinen erübten Stücken am Klavier eröffnen sollte. Doch als er sich das Ganze in Ruhe aus den Reihen des Publikums heraus angesehen hatte und feststellte, dass die Mitschüler nach dem Musizieren immer noch ihren Kopf auf den Schultern trugen, fand der Fünfjährige den nötigen Mut.

Mit seinem „Kuckuckslied“ zeigte er, wie sich erste Schritte am Klavier anhören. Das tat er wie ein tiefenentspannter Routinier, während sein erfahrener Lehrer Josef Voußen beim Unterfangen, seinem kleinen Eleven ein untraumatisches erstes Vorspiel zu verschaffen, ins Schwitzen kam. Ein durch und durch sympathischer Auftritt, der mit viel Beifall belohnt wurde.

Auch Katrin Emundts, langjährige Schülerin von Josef Voußen, zeigte ihr Können am Flügel passend zur Jahreszeit mit Ludovico Einaudis „Primavera“. Die Aufbruchsstimmung des Frühlings brachte sie mit viel Frische und Leichtigkeit zu Gehör. An der akustischen Gitarre beeindruckten Luka Galijasovic und Karl Schmidt begleitet von ihrem Ausbilder Kelvin Crawford. Beim Blues „12 Bar Rock“ wippten die Köpfe der Gitarristen und die Füße der Zuhörer. Stimmungsvoll wurde es dann beim Mondscheinlied „Au claire de la lune“.

Wie variantenreich dieses alte französische Wiegenlied gespielt werden kann, zeigte später noch einmal Elia Marinotti. Jonas Offergeldt spielte mit seinem „Wake Me Up When September Ends“ eine harmonische Ballade. Alle konnten sich ihren verdienten Beifall abholen. Mit einer „Pavane“ zeigte Philipp Emunds, dass Gitarrenmusik der Renaissance alles andere als aus der Zeit gefallen ist. Das Konzert endete mit Eric Claptons melancholischem „Tears In Heaven“. Dass dieses Lied unbestritten zu den Songklassikern gehört, bewiesen Phillipp Emunds und Max Nitzinger im Trio mit ihrem Lehrer Manfred Sieben ganz wundervoll. Am Ende strahlten die Musiker und ihr applaudierendes Publikum um die Wette.

Am Dienstag, 2. Juni, 19 Uhr, findet das nächste Konzert der Musikschule statt. Diesmal wieder in der Burg, der Eintritt ist frei.

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