Musikerlegende Chris Barber reißt das Publikum mit

Von: akl
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Ausdrucksstark: Chris Barber (r.) und Trompeter Bob Hunt im Duett beim Auftritt in Alsdorf. Foto: A. Klieser

Alsdorf. Man sieht, dass der Sänger, Kontrabassist und Posaunist Chris Barber nicht mehr der Jüngste ist. Er geht ein bisschen gebeugt und seine Haare sind schon grau. Auch die Namen seiner Bandmitglieder könne er sich, wie er selber schmunzelnd zugibt, nur schwer merken. Aber die Namen seien auch nicht so wichtig, meint er. Am wichtigsten sei die Musik.

„Ich kenne die Melodien, Harmonien. Wir hören unseren eigenen Sound-Gott das ist so gut.“ Und sobald Barber und seine Band die ersten Töne in der Stadthalle Alsdorf anspielten, wurde klar, was er meint. Sein Alter fiel nicht weiter auf, er spielte kraftvoll die Posaune, sang mit sicherer Stimme und tanzte zur Musik.

Barber steht schon seit den 1950-er Jahren mit seiner Musik auf der Bühne und begeistert auch heute noch sein Publikum. Er wurde 1930 in England geboren. Seine erste Band gründete er bereits 1949. Seitdem gab er über 15.000 Konzerte und verkaufte seine Platten millionenfach.

Seine aktuelle Band ist die Big Chris Barber Band, die im Jahre 2000 gegründet wurde. Seitdem gab es aber einige Wechsel in der Musikerbesetzung. In diesem Jahr gibt die Band Konzerte in Deutschland, England und den Niederlanden.

Alte und neue, schnelle und langsamere Jazz- und Bluesstücke wechselten sich bei seinem Konzert mit der Big Chris Barber Band in Alsdorf ab. Viele Lieder erkannte das Publikum wieder, wie „Oh when the Saints“ und „Merry go round“. Besonders freute man sich über den „Wild Cat Blues“. Und bei „Ice Cream“ sang das Publikum laut „Everybody wants Ice Cream“ mit. Manche Stücke spielte man in New Orleans früher auf der Straße, erzählt Barber dem Publikum, heute bringt er sie mit seinen Musikern mit ihren eigenen Interpretationen auf die Bühne.

Beeindruckende Soli

Zur Big Chris Barber Band gehören neben noch weitere sechs Bläser, ein Schlagzeuger, ein Bassist und ein Banjo-Spieler. Viele der Musiker sind schon lange an Chris Barbers Seite. Im Konzert spielen die Instrumentalisten alle zusammen, wechseln sich aber auch mit beeindruckenden Soli ab, so dass die Zuschauer jedes Instrument einzeln hören, aber auch das flotte Zusammenspiel der Musiker erleben können.

Barber selbst bewies sein Können an der Posaune und sang zu einigen Stücken mit. Jedes Bandmitglied trägt seinen Teil zur Musik bei, erklärte Barber auf Deutsch mit britischem Akzent im Gespräch nach dem Konzert begeistert von seiner Band. Jeder Musiker müsse während des Auftritts aufpassen, was die anderen machen und bei improvisierten Tönen auf diese mit eigenen antworten. „Man muss immer bereit sein für eine Überraschung. Es ist immer surprise.“

Die Zuschauer sind am Ende des Konzerts schwer beeindruckt, einige unterhalten sich über das schnelle Spiel des Trompeters oder über einen besonders lang gehaltenen Ton und den tollen Banjospieler. „Das ist ein schönes Gefühl“, sagt Barber am Ende des Konzerts. „Wenn du fühlst den Sound, es ist alles gut.“

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