Musiker aus Rochester und Umgebung spielen in St. Sebastian

Von: nt
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Mit der Johannis-Passion verzauberten die „Gundolf Baroque Players“, der „Gundolf Consort“ mit seinen Solisten und der Würselener Projektchor die Zuschauer in der Kirche St. Sebastian. Foto: Nadine Tocay

Würselen. Zarte Klänge und ein berührender Text haben die Besucher des Konzertes des „Gundolf Consort“ und der „Gundolf Baroque Players“ in der Pfarrkirche St. Sebastian verzaubert. Die Sänger und Musiker aus der englischen Domstadt Rochester und deren Umgebung spielten dort bereits zum dritten Mal.

Unter Leitung von Douglas Henn-Macrae präsentierten sie die Johannis-Passion von Johann Sebastian Bach. Das Stück vertont das Karfreitagsevangelium nach Johannes sowie drei Verse des Matthäusevangeliums.

Mit geschlossenen Augen nahmen die vielen Besucher die Zeilen, die von den Briten in perfektem Deutsch vorgetragen wurden, in sich auf. Die anmutigen Stimmen stellte Henn-Macrae, der selbst seit Jahren Mitglied des Rochester Domchores ist, im Vorfeld eigens zusammen. Dazu wählte er Sänger verschiedener Chöre der Umgebung von Rochester und Medway aus. Unterstützt wurden sie von dem Würselener Projektchor unter Leitung von Bernd Wiesemann. Der Projektchor stellte die „Bach’sche Gemeinde“ dar und sang die Choräle mit. Das Barockorchester, die „Gundolf Baroque Players“, besteht aus Mitgliedern unterschiedlicher Londoner Barockorchester. Die typischen Barockinstrumente wie das Cembalo, der Kontrabass, die Oboe und das Fagott harmonierten perfekt mit den ausgewählten Stimmen der Sänger, so dass überhaupt nicht auffiel, dass die Musizierenden zum allerersten Mal in dieser Konstellation spielten.

Der Wechsel von Chor- und Solistenpassagen sorgte für ein abwechslungsreiches Klangerlebnis, das die Augen des Publikums vor Zufriedenheit leuchten ließ.

Auch hier stach die Professionalität ins Auge: Mit Clifford Lister (Evangelist), Niall Anderson (Christus), Elizabeth Green, Claire Innes-Hopkins, Rowena Ashby (Magd), Toby Forster, Robin Jeffcoat, Bernhard Wiesemann (Diener), Jeremy Clitheroe (Petrus) und Christopher Jeanes (Pilatus) wählte Henn-Macrae erfahrene Solisten aus, die das zweistündige Konzert zu einem besonderen Erlebnis machten.

Gesponsert wurde es von dem Förderverein Kirchenmusik St. Sebastian Würselen, der Kulturstiftung Würselen und der Sparkasse Aachen. Mit stehenden Ovationen dankte das Publikum den Sängern, Solisten und Musikern für den großartigen Konzertabend.

Im Anschluss sagte Henn-Macrae: „Die Chöre aus Rochester und Würselen verbindet seit 1996 eine enge Freundschaft. Der Brexit soll und wird diese Freundschaft nicht beeinträchtigen.“

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