Herzogenrath - Musikalisches Feuerwerk beim Konzert des Harmonievereins Cäcilia entzündet

Musikalisches Feuerwerk beim Konzert des Harmonievereins Cäcilia entzündet

Von: Johannes Gottwald
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„Pomp and Circumstance” von Edward Elgar. Das Stück musizierten die HVC-Musiker und der Nachwuchs gemeinsam. Foto: Johannes Gottwald

Herzogenrath. „Der April macht, was er will“ – dieses Motto hätte beim Frühlingskonzert des Harmonievereins Cäcilia (HVC) als Überschrift dienen können. Nicht etwa als Anspielung auf irgendwelche Launenhaftigkeiten der Mitglieder, sondern als Ausdruck der überraschenden Vielseitigkeit, die das Blasorchester an diesem Abend zu bieten hatte.

Von der klassischen Operetten-Ouvertüre bis zum modernen Pop und Jazz waren alle Stilrichtungen vertreten. Und zu den wichtigsten Grundlagen jedes Vereines gehört die Nachwuchsarbeit: Seit fünf Jahren arbeitet der Harmonieverein mit der Regenbogen-Schule zusammen und hat „Bläserklassen“ ins Leben gerufen. Diese zeigten zu Beginn des Konzertes ihre Leistungen, ebenso die „Fortgeschrittenen“ vom Jugendblasorchester des HVC.

Dabei konnten die Zuhörer auch einen Eindruck von dem Lernprozess gewinnen – es ist auch bei Bläsern gar nicht so leicht, sich die Spieltechnik und ein sicheres Gehör anzueignen. Aber dennoch zeigten die jungen Musiker unter der Leitung von Willem Lindelauf schon ein beachtliches Können und erhielten zu Recht großen Beifall – vor allem für das mit den „Großen“ gemeinsam ausgeführte Stück „Pomp and „Circumstances“ von Edward Elgar.

Das Hauptprogramm eröffnete der HVC mit der Ouvertüre zu „Orpheus in der Unterwelt“ von Jaques Offenbach. Dieses Werk war bewusst gewählt worden, stammte es doch aus der Zeit der Gründung des Vereins. Nach verhaltenem Beginn entfesselten „Cäcilianer“ unter dem Dirigat von Olav Calbow ein wahres musikalisches Feuerwerk, bei dem am Ende auch die Zuhörer begeistert mitklatschten.

Auch die meist ruhig-besinnliche „Romanesca“ und der schmissige „Kaiser Barbarossa-Marsch gefielen mit absoluter Klangreinheit und emotionalem Vortrag. Als Moderator hatte der HVC übrigens den Fussball-Reporter Marc Eschweiler vom WDR 5 gewinnen können, der im Dialog mit verschiedenen Mitgliedern humorvolle Anekdoten aus der Vereinsgeschichte zum Besten gab.

Nach der Pause leiteten die schmetternden Klänge der „Fanfare for St. Cäcilia“ den zweiten Teil des Abends ein. Dieses Stück hatte der englische Komponist Philip Sparke eigens für das 150-jährige Jubiläum des HVC komponiert. Weiter ging es mit den „Ulanen-Streichen“, dem „Feuer des Südens“ und einem Medley, dass zahlreiche Schlager der 80er Jahre vorüberziehen ließ. Den eindrucksvollen Schlusspunkt unter ein hervorragendes Konzert setzten die sechs Nummern aus dem Musical „Elisabeth“ von Michael Kunze und Sylvester Levy, in denen das Leben der österreichischen Kaiserin „Sissy“ nachgezeichnet wurde.

 

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