Herzogenrath - Musik trifft Poesie: Liza Kos und Band gastieren auf Burg Rode

Musik trifft Poesie: Liza Kos und Band gastieren auf Burg Rode

Von: ch
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Trotz Balalaika: Die Lieder von Liza „AlizA“ Kos, hier bei ihrem Gastspiel auf Burg Rode, verklammern deutsche und russische Einflüsse, sind aber frei von jeglicher Folklore. Foto: Christoph Hahn

Herzogenrath. Musik trifft Poesie – und heraus kommt „AlizA“, ein Projekt der Aachenerin Liza Kos. Mit ihrer Band, die größtenteils aus Kölner Musikern besteht, war die 36-Jährige jetzt auf Burg Rode zu Gast – für sie eine Art von Heimkehr, denn: „In Herzogenrath, genauer: in Merkstein, habe ich die ersten sechs Jahre in Deutschland gewohnt“, bekannte die gebürtige Russin, die eigentlich Kostyuk heißt, vor überaus reichlichem Publikum.

Wieder einmal Gedränge im Saal der Burg, und das aus gutem Grund: Der abendliche Termin (die meisten Konzerte und Lesungen in Herzogenraths guter Stube finden nachmittags statt) hatte „eingeborene“ Musikfreunde und solche mit dem selben Migrationshintergrund wie die Künstlerin zusammengeführt.

Dem zollte Liza Kos mit einigen eingestreuten russischen Liedern Tribut – und mit einer Solo-Einlage auf der Balalaika. Dass kurz vor der Pause diese Schwester der Gitarre auftauchte, bedeutet noch lange nicht, dass „AlizA“ im Verlauf ihres Gastspiels irgendwelche folkloristischen Klischees bediente. Denn die Themen, die sie im Verlauf ihres Auftritts anklingen ließ, sind nicht gerade national begrenzt: Liebe, Verlust, Trauer und so weiter.

Allesamt Auslöser von Poesie, die Liza Kos aber häufig ironisch bricht – besonders gerne, wenn es um sie selbst geht.

Das alles hüllen die Frau im Mittelpunkt des Interesses und ihre Mitstreiter am Keyboard (vor allem der!) sowie an Gitarre, E-Bass und Schlagzeug in einen druckvollen, mitreißenden Gesamtklang mit Einflüssen aus Rock und Reggae. Kos‘ Stimme kommt mit einem Ausdruck zwischen silberner Helligkeit und melancholischem Dunkel dem Charakter ihrer Lieder sehr nahe.

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