Mundartabend: Dialekte aus Kerkrade und Umgebung

Letzte Aktualisierung:
her_dialektabend_bu
Großartig: die „Tapezierer” Paul Gulikers und Toine Ruiters. Foto: Nina Krüsmann

Eurode. Ein neuer Anstrich tut nicht nur dem Wohnzimmer gut. Und so sorgten auch die neuen Gäste der Dialektgruppe ´t Jód Tsimmer (Die gute Stube) für frischen Wind auf Burg Rode. Die sechs Mundartexperten aus Kerkrade sprühten vor Freude an der Sache und hatten sich erstmalig Verstärkung geholt.

Die beiden Kerkrader Laienschauspieler Paul Gulikers und Toine Ruiters sorgten während der Darbietungen mit ihren szenischen Untermalungen für viele Lacher.

Mal ging es auf dem großen Tapeziertisch zur Sache, mal wurden Grimassen geschnitten. „Auch das schönste Zimmer braucht ab und zu einen neuen Anstrich. Im Programm unter dem Motto ,Neue Tapete kombinieren wir Sketche und Lieder in den verschiedenen Dialekten unserer Region”, erklärt Ensemblemitglied Toon Peerboom.

Die kurzweilige und vor allem vielseitige Mischung gefiel den Leuten aus Eurode, die in Scharen auf die Burg geströmt waren. Ob das Lied von den „Öcher Printen”, das den Zuhörern heimatliche Gefühle vermittelte, oder der Bläck-Fööss-Klassiker von der „En der Kayjass Nummer Null” - Dialekt ist einfach herrlich. Jean Bost am Klavier, Theo Hanssen am Schlagzeug, Martin Krewinkel am Bass, Roy Ginsel an der Gitarre und Martin Krousen am Akkordeon wurden gesanglich von Miriam Heijdendael unterstützt.

Mit „Nui Tapie’t” hat die Dialektgruppe, die sich allein aus engagierten Amateuren zusammensetzt, für eine Mischung aus Bekanntem und Neuem gesorgt, die sie auf unnachahmliche Weise vortrug.

Grundschüler und Gerd Schwartz

Die von Moon Peerboom verfassten Sketche beschreiben auf wunderbare Weise den Alltag, setzen den Menschen den Spiegel vor und machen auch vor dem Geschehen im Advent nicht halt.

Für den vorweihnachtlichen Teil der Show hatte sich ´t Jód Tsimmer Unterstützung von der Kindergruppe der Pannesheider Grundschule geholt. Unter der Leitung von Monika Sturm sangen die Mädchen und Jungen Weihnachtslieder in Dialekt - zum Beispiel „D´r Weihnachtsbaum”, „D´r Krisman kunt” oder „Die Kerzen am Weihnachtsbaum”. Auch Gerd Schwartz, ehemaliger Bürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Herzogenrath, beteiligte sich in der „guten Stube” von Burg Rode mit einem Vortrag in Dialekt.

Viele Auftritte in den Niederlanden hat das Ensemble bereits erfolgreich hinter sich. „Es ist für uns eine Herausforderung, das Publikum für den Dialekt zu begeistern. Die Kerkrader Mundart mit den umliegenden Dialekten und teilweise aktueller Musik zu vermischen, ist eine spannende Aufgabe”, beschreibt Toon Peerboom. Hervorgegangen war ´t Jód Tsimmer vor vier Jahren aus einer offenen Bühne in Kerkrade, seitdem hat sich das Ensemble unermüdlich weiterentwickelt.

Am 15. Januar gibt es in den Burtscheider Kurpark-Terrassen in Aachen um 20 Uhr bei freiem Eintritt eine weitere Möglichkeit, sich vom Tapetenwechsel in der guten Stube zu überzeugen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert