Müssen die Würselener Kommunalabgaben doch deutlich steigen?

Von: Karl Stüber
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Wie zu erfahren war, wurden im Haushaltsentwurf für 2018 die Mittel für Sportstätten auf insgesamt 18 Millionen Euro erhöht – gegenüber einem Einsatz von 8,3 Millionen Euro im aktuellen Haushalt. Foto: dpa

Würselen. Die Umsetzung des Sportstättenkonzepts in Würselen soll auf Vorschlag der Verwaltung erst in der Dezember-Sitzung des Rates umfassend beraten werden, da hier der Haushalt 2018 eingebracht wird und erst dann eine „Gesamtschau aller anstehenden Großinvestitionen“ möglich sei.

Dazu gehören Schulprojekte. Deshalb hat die Stadt zur Sitzung am Mittwoch, die um 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses auf dem Morlaixplatz beginnt, nur eine Mitteilungsvorlage über den Stand der Dinge in Sachen Sportstätten vorgelegt.

Hierbei wird auch auf diverse Anträge der SPD- und der CDU-Fraktion sowie des Stadtsportverbands eingegangen. Dabei wäre es angesichts einer Reihe von Zielkonflikten wohl sinnvoller, bereits am Mittwochabend in die Debatte einzusteigen.

Spannend dürfte vor allem die Frage der Finanzierung sein. Der Stadtrat hatte in seiner Juli-Sitzung beschlossen, dass Investitionen, die über die im Haushalt 2017 genannten Mittel hinausgehen, ohne die Erhöhung von Realsteuern im Haushalt 2018 zu finanzieren sind.

Theo Scherberich (UWG) schlug in der Sitzung des Finanz- und Beteiligungsausschusses vor, nichtschutzwürdige Aspekte zum Tagesordnungspunkt Sportzentrum Kauseneichsgasse (hier Vergabe der Planungsleistungen) in den öffentlichen Teil zu ziehen, um eine „mögliche Finanzierung“ zur Debatte zu stellen, da hiervon die Bürgerschaft vor weitergehenden Entscheidungen unbedingt erfahren müsse.

Scherberich argwöhnt, dass die Stadt wohl doch nicht – entgegen dem Ratsbeschluss – um eine Erhöhung der Kommunalabgaben herumkommt, um das Gesamtkonzept realisieren zu können.

Mit Blick auf die nichtöffentlich zu erfolgende Auftragsvergabe wurde Scherberichs Antrag abgelehnt. Indes sollen Überlegungen bald transparent werden. Die Kämmerei wolle dazu entsprechende Informationen aufbereiten.

Die SPD-Fraktion wendet sich mit einem Antrag gegen die Absicht der Verwaltung, den längst beschlossenen Bau einer Sporthalle am Gymnasium hintan zu stellen, da kein Geld für die Planung übrig sei. Die SPD betont, die Realisierung des Projekt stehe in keinem Zusammenhang mit dem Sportkonzept und sei zügig zu planen.

Wie zu erfahren war, wurden im Haushaltsentwurf für 2018 die Mittel für Sportstätten auf insgesamt 18 Millionen Euro erhöht – gegenüber einem Einsatz von 8,3 Millionen Euro im aktuellen Haushalt. Auf sich warten lässt ein mit Fußballvereinen abgestimmtes Nutzungskonzepts von Trainingsplätzen.

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