Münch sieht Verfall christlicher Werte in der Gesellschaft

Von: nina
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Herzogenrather Montagsgespräch: Werner Münch. Foto: Krüsmann

Herzogenrath. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Dieses Zitat von Erich Kästner wählte Dietrich Hoppe, Mitinitiator der Herzogenrather Montagsgespräche, zur Einführung in den letzten Vortrag der Reihe vor der Sommerpause.

„Es geht heute um die Gültigkeit und Verankerung unserer Werte und wie es gelingen kann, in Übereinstimmung mit ihnen zu leben. Und darüber lohnt es sich trefflich zu streiten“, betonte Hoppe.

Auf Einladung von Pfarrer Dr. Guido Rodheudt referierte Prof. Dr. Werner Münch, ehemaliger Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, zum Thema „Unsere Art zu leben… - Wertewandel in den europäischen Gesellschaften“.

Münch vertritt eine deutliche Haltung zur Entwicklung der Gesellschaft. „Problemverdrängung oder eine Beschönigung machen keinen Sinn. Der Werteverfall und ein Verlust des Kulturniveaus in unseren europäischen Gesellschaften sind schon längst spürbar. Die EU hat schon seit langem die christliche Herkunft Europas verdrängt und macht Politik ohne oder gegen sie. Es gibt eine Grundlage gemeinsamer Werte, die in der christlich-abendländischen Kultur und Tradition verwurzelt sind und identische Zielsetzungen begründen“, erklärte Münch.

Die Bereitschaft, diese Werte anzunehmen, zu stabilisieren und auszubauen habe abgenommen. „Die EU hat ihre Grundlagen verleugnet und damit ihren inneren Halt und ihr gemeinsames Fundament an Werten und Idealen verloren“, denkt Münch.

Auch Abtreibung, Stammzellenforschung, Präimplantationsdiagnostik sowie sogenanntes Gender Mainstreaming und der Zerfall herkömmlicher Familienstrukturen gehören seiner Meinung nach zum Werteverfall.

Der überzeugte Katholik und Politikwissenschaftler wurde 1940 in Kirchhellen geboren. Er war von 1973 bis 1978 Rektor der Katholischen Fachhochschule Norddeutschland. Von 1984 bis 1990 gehörte er dem Europäischen Parlament an. Er war von 1990 bis 1991 erster Finanzminister und von 1991 bis 1993 dann Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt.

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