Müllsammler müssen weniger wegtragen

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
Vorbildlich: Rund 1000 Alsdorf
Vorbildlich: Rund 1000 Alsdorfer Bürger haben sich in den vergangenen Tagen am Frühjahrsputz beteiligt und Müll gesammelt. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Deutlich mehr helfende Hände, deutlich weniger Müll in den Sammelsäcken: Die einwöchige Frühlingsputzwoche in Alsdorf hat gezeigt, dass sich in Sachen Sauberkeit im Stadtbild schon einiges getan hat.

Mussten bei der Aktion von Stadt und Stadtmarketing-Verein vor zwei Jahren satte 31 Tonnen Müll abgefahren werden, den die Sammler in Feldstücken, an den Straßenrändern und in den Büschen entdeckt hatten, waren es im vergangenen Jahr „nur” noch zehn Tonnen - und in diesem noch knapp acht. Weil im Laufe der drei Jahre zudem immer mehr Helfer mit anpackten - 650 Alsdorfer waren es bei der Premiere, an die 1000 bei der jüngsten Auflage - war die Arbeit rasch getan. „Wir haben am Anfang das Gröbste rausgeholt und gezeigt, wie gut die Stadt aussieht, wenn sie sauber ist”, sagte am Samstag zum Finale der Aktion auf dem Denkmalplatz Bürgermeister Alfred Sonders. Das habe Signalwirkung gehabt. „Es wird weniger weggeworfen - die Leute haben erkannt, dass Sauberkeit allen in der Stadt gut tut.” Kühlschränke und Waschmaschinen, die sich vor Jahren zuhauf in der Natur fanden, haben die Müllsammler diesmal kaum noch weghieven müssen.

Dass auch die Jugend bei der Aktion kräftig mitzieht, freut den Vorsitzenden des Stadtmarktetingvereins, Peter Steingass. „Gut die Hälfte der Schulen hat sich beteiligt. Auch die Jugendlichen erkennen, dass Müll nicht in die Natur gehört. Diese Bewusstseinsbildung gehört unbedingt mit zu der Aktion.”

Zum Finale der Aktion war das Deutsche Rote Kreuz auf dem Denkmalplatz nicht nur mit Gratis-Erbsensuppe als Dankeschön für die Helfer präsent. Auch einen großen Lkw hatte der Hilfsdienst aufgestellt, in dem im Laufe des Tages etliche Säcke mit Altkleidern landeten, die von Alsdorfern abgegeben wurden. Beinahe voll wurde das Fahrzeug. Ein doppelter Gewinn, so Bürgermeister Alfred Sonders. „Das sind nicht nur Sachen, die anderen Menschen helfen können, sondern auch Säcke mit Dingen, die nicht einfach so aus dem Auto an den Fahrbahnrand entsorgt worden sind.” Mit einem Quiz und vielen Infos war die Abfallwirtschaft der Städteregion (AWA) vor Ort - damit das Thema „Richtige Müllentsorgung” lange in den Köpfen bleibt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert