Morsbacher Hochkreuz wird repariert

Von: psw
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In fachmännischen Händen: Der Fachdienstleiter der KDW, Arnd Stolten, schaut den Bildhauern Cornel Bücken und Sohn Sven (v.l.n.r.) bei der Restaurierung der Steinplatte unterhalb des Kreuzes über die Schulter. Foto: Pressestelle Stadt Würselen

Würselen. Nachdem im April 2015 das Hochkreuz auf dem Kommunalfriedhof Morsbach bei einem Rangiermanöver durch ein Fahrzeug des Fachdienstes KDW - Kommunale Dienstleistungsbetriebe Würselen - erheblich beschädigt worden ist, steht einer Wiederherstellung nun nichts mehr im Wege.

Mit der Restaurierung wurde der bekannte Kohlscheider Bildhauer Cornel Bücken beauftragt, der sich einen Namen speziell mit der Restaurierung von historischen Kreuzanlagen gemacht hat.

Gemeinsam mit seinem Sohn Sven arbeitet er derzeit intensiv an der Wiederherstellung des Morsbacher Hochkreuzes und schätzt, dass es gegen Ostern dieses Jahres wieder auf dem angestammten Platz auf dem städtischen Friedhof stehen wird. Zuvor musste mit der unteren Denkmalbehörde und mit der Versicherung der Rahmen der Wiederherstellung geklärt werden.

Datiert aus dem Jahr 1879

Das Kreuz selber datiert aus dem Jahr 1879 und wurde bei dem Rangierunfall schwer beschädigt. Einige Teile müssen der 65-jährige Bildhauer Cornel Bücken und sein 27-jähriger Sohn Sven sogar neu anfertigen. Erschwerend kommt hinzu, dass es sich um unterschiedliche Werkstoffe handelt, die bearbeitet oder auch erneuert werden müssen.

Aus vier unterschiedlichen Teilen setzt sich das Hochkreuz zusammen, das durch Cornel und Sven Bücken nach denkmalhistorischen Gesichtspunkten und Arbeitsweisen nun wiederhergestellt wird. Der untere Sockel besteht aus einem hiesigen Blaustein. Er hatte nur geringe Schäden abbekommen; dennoch fanden sich an ihm erhebliche Verwitterungserscheinungen, die nun gleichzeitig bearbeitet werden.

Der darüber liegende Steinquader wurde aus einem französischen Kalkstein hergestellt. Die ausgebrochenen Stücke werden nun fachmännisch ersetzt. Bei diesen Vierungen wird das gleiche Baumaterial verwendet. Die darüber befindlichen Materialien bestehen aus Savonnieres.

Insgesamt ist das Kreuz etwa fünf Meter hoch. Bedauerlicherweise wurde der auf dem Kreuz angebrachte Korpus komplett zerstört. Die Friedhofsverwaltung ist derzeit auf der Suche nach einer geeigneten Figur des gekreuzigten Jesus und wendet sich hiermit hilfesuchend an die Würselener Bevölkerung.

Sollte jemand über einen entsprechend geeigneten Korpus verfügen und diesen für das Morsbacher Hochkreuz zur Verfügung stellen, kann man sich mit der Friedhofsverwaltung telefonisch unter Telefon 02405/41331-68 in Verbindung setzen.

Cornel Bücken und sein Sohn Sven, die bereits in der vierten Generation das Bildhauerhandwerk ausüben, rechnen mit rund 250 Arbeitsstunden, die erforderlich sind, um das Morsbacher Friedhofshochkreuz wiederherzustellen.

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