„Moi et les Autres“: Mal melancholisch, mal heiter

Von: ehg
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Breites Klangspektrum: Zu einem Konzert mit „Moi et les Autres“, einer der besten Swing-Chanson-Bands Deutschlands, lud die Deutsch-Französische Gesellschaft ein. Das Quintett bildet sich um die Sängerin Julette Brousset Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Bundesweit wird „Moi et les Autres“ als hervorragende Swing-Chanson-Band über den grünen Klee gelobt. Dass das höchste Lob sich nicht von selbst eingestellt hat, dafür traten die vier Musiker und die charmante, temperamentvolle Sängerin Juliette Brousset bei ihrem Gastspiel im Alten Rathaus in Würselen den Beweis an.

Eingeladen hatte dazu das Kulturbüro der Stadt mit reichlich Unterstützung durch die Deutsch-Französische Freundschaftsgesellschaft. Ihre Leiterin, Sigrid Kerinnis, und deren Vorsitzende Ellen Thielen-Vafaie freuten sich, dass sich trotz schlechten Wetters rund 100 Fans des französischen Chansons und der argentinischen Tango-Folkore eingefunden hatten. Um es vorweg zu nehmen: Am Ende des facettenreichen Konzerts überschlugen sie sich vor heller Begeisterung. Der Funke war von der ersten Minute an übergesprungen.

Jazzig swingend legte das fünfköpfige Ensemble mit „bio, bio“ los und stieß damit die Tür weit auf zu einem wunderbaren Musikerlebnis der anderen Art. Lebendig und authentisch setzten sich die Instrumentalisten sowohl solistisch als auch im Zusammenspiel mit der von ihnen gesanglich unterstützten Sängerin in Szene. Keine Frage: Ihre Musik machte ihnen Spaß und bereitete den Konzertbesuchern unbeschwerte Freude.

Breit aufgestellt in der Besetzung Kontrabass, Gitarre/Banjo, Akkordeon/Ukulele/Melodika und Schlagzeug entfalteten sie ihre fantasievolle Kreativität. Im traditionellen französischen Chanson verwurzelt, „kreuzte“ das musikalisch äußerst versierte Ensemble „Moi et les Autres“ ihren eigenen Sound mit Tango, Balkan-Folklore und jazzigen Grüßen aus New Orleans.

Heraus sprangen dabei farbenprächtige musikalische Mixturen, wie sie fantasievoller kaum ausfallen konnten. Die virtuosen Meister ihres Faches erzählten Geschichten. Sie fielen mal poetisch, mal ironisch, mal melancholisch und mal heiter leicht aus. Das ausgefallene Programm war reich an Kontrasten, mit bisweilen verbalen und auch musikalischen komödiantischen Unter- und Zwischentönen. Auch a cappella stellte das Ensemble seine hohe Musikalität unter Beweis.

Am Werk waren – ohne elektronische Hilfsmittel – brillante Meister ihres Faches, in vielen musikalischen Sätteln zu Hause, vor allem im traditionellen französischen Liedgut. Da konnte es am Ende nach der Zugabe nur noch „Vive la musique française!“ heißen.

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