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Modell der Grube Voccart: Jedes Jahr wird weiter angebaut

Von: psh
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Präsentiert das Modell der Grube Voccart im Foyer des Herzogenrather Rathauses: Josef Dovern. Foto: psh

Herzogenrath. „Bei einer Weihnachtsfeier meiner Gewerkschaft der IG BCE im Jahr 2004 hatte ich die Idee die Grube Voccart im Modell nachzubilden“, berichtet Josef Dovern. Der gelernte Maschinenbauer griff die Anregung des Gewerkschaftsvorsitzenden Franz-Josef Küppers, eine Ausstellung von den Zechen in der Region zu gestalten, gerne auf.

Seit nun über elf Jahren begleitet ihn dieses Projekt, für das er viele Details über die Bergbaugeschichte recherchiert und zusammengetragen hat. Mittlerweile bekommt die ganze Familie Dovern die Ausmaße dieses ausgefallenen Hobbys deutlich zu spüren.

So berichtet die Ehefrau, dass die hauseigene Kellerbar dem Modell weichen musste. Dort stehen nun zwei große Tischlerplatten mit den Maßen von 70 x 140 Zentimeter samt Aufbauten. Nach Besuchen im Alsdorfer Schacht und dem Nulland Schacht in Kerkrade wurde der Modell-Bergbauer fachmännisch inspiriert.

Derzeit baut er vier Kippwagen detailgetreu nach. In den Vorjahren waren es Kipp- oder Holzloren, Drehkipper, Holzlager und viele andere Relikte aus der Bergbaugeschichte. Das Modell zeigt die Grube um etwa 1910.

Kürzlich wurde Josef Dovern für seine Verdienste um die Bewahrung der Bergbautradition vom Verein Bergbaudenkmal Adolf der Adolfpreis verliehen.

Jetzt kann das Modell, das auch in den kommenden Jahren noch erweitert werden soll, bis zum Montag, 1. Februar, im Rathausfoyer der Herzogenrather Stadtverwaltung – zu den allgemein bekannten Öffnungszeiten – besichtigt werden.

Bürgermeister Christoph von den Driesch: „Ich freue mich sehr, dass Herr Dovern uns die Möglichkeit gibt, dieses eindrucksvolle plastische Zeugnis der Bergbaugeschichte unserer Region im Rathaus der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Die vielen mühsam herausgearbeiteten Details lassen nicht nur das Herz der Bergleute höher schlagen.“

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