Herzogenrath - Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht

Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht

Von: Sebastian Dreher
Letzte Aktualisierung:
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So wird es gemacht: Gemeindereferent Mario Hellebrandt gibt den Teilnehmern des musikalischen Projektes „Musik-Kirche” professionelle Anweisungen. Foto: Sebastian Dreher

Herzogenrath. „Gottes Wege sind unergründlich”, sagt der Volksmund. Der Spruch passt gut zu Mario Hellebrandt. Der Vater zweier Kinder kam erst durch Umwege in seine jetzige Position als Gemeindereferent der Pfarrei St. Willibrord.

Schon während seines Diplom-Ingenieur-Studiums an der Fachhochschule Aachen, Spezialgebiet Kunststofftechnik, war er als Musiker und Tontechniker unterwegs.

Einstudieren der Lieder

„Nach meinem Studium gab es die so genannte Chemie-Krise”, sagt Hellebrandt. „Es gab kaum Arbeitsplätze in meinem Bereich.” Und da ihm die Musik sowieso mehr lag als die Arbeit als Ingenieur, hat er sich per Fernstudium und Ausbildung zum Gemeindereferenten umgeschult, weil er in diesem Amt seine Leidenschaft für Musik in die Arbeit einfließen lassen konnte. Seit September 1999 ist er nun für die Merksteiner Gemeinden Herz Jesu, St. Benno, St. Johannes, St. Willibrord und St. Thekla verantwortlich.

Neben seinen alltäglichen Aufgaben, wie die Vorbereitung von Erstkommunionen und Gottesdiensten, widmet sich Hellebrandt seit Anfang 2008 einem besonderen Projekt: der „Musik-Kirche”. Hier kann sich jeder eine Stunde vor dem regulären Gottesdienst zum gemeinsamen Einstudieren der Lieder einfinden, die später gemeinsam mit der Gemeinde gesungen werden sollen.

Fachkundig berät Hellebrandt seine Mitmusiker, wie sie sich vor den aufgestellten Mikrofonen platzieren sollen und welche Stimmen sich für die Damen oder für die Herren eignen. „Das ist eine gute Möglichkeit, meine Stimme zu trainieren”, sagt Wilhelm Heinrichs, der zur „Musik-Kirche” in St. Thekla gekommen ist. Lieder wie „Gloria, Ehre sei Gott”, „Freu dich, du Himmelskönigin” aber auch ein Taizé-Magnificat stehen auf dem heutigen Plan.

Mario Hellebrandt spielt auf dem Keyboard vor, und nach und nach reihen sich alle teilnehmenden Stimmen ein. Die Sänger sind von ihrer Leistung sichtlich beeindruckt. „Das hört sich ja richtig professionell an”, meint Michaela Hellebrandt, die wie ihr Mann seit Jahren musiziert. Die Sängerin ist regelmäßig dabei und nimmt den oftmals etwas schüchtern beginnenden Teilnehmern die Scheu vor den Mikrofonen.

Nach einer Stunde wird es ernst, der Gottesdienst beginnt. Zusammen mit der Gemeinde bekommen die Lieder einen noch faszinierenderen Klang - nicht zuletzt, weil die Sänger der „Musik-Kirche” den Rest der Anwesenden dazu animieren, besonders laut und schön mit zu singen. „Ich bin froh, dass sich die Musik-Kirche immer mehr herumspricht”, sagt Hellebrandt. „Trotzdem freue ich mich über jedes neue Gesicht.”

Termine und weitere Informationen

Wer Interesse hat, in einer gefüllten Kirche zu singen, kann ohne vorherige Anmeldung teilnehmen. Wann und wo die „Musik-Kirche”stattfindet, wird in Pfarrbriefen oder durch Aushänge und Meldungen angekündigt.

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