„Mitarbeiter in die Entwicklung einbinden”

Von: mas
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Auf den Punkt gebracht: Unternehmer Rolf Steffen verdeutlichte auch, was es mit dem „ZDF-Frühstück” auf sich hat. Foto: Sigi Malinowski

Alsdorf. Verharrt man lethargisch, bis der Sturm vorbei ist? Oder nutzt man seine Kraft, aus ihm neue Energien zu schöpfen? Die Wetterprognosen für die Wirtschaft stehen auf Sturm, ohne dass genaue Auswirkungen absehbar sind.

Drei Unternehmen aus der Region haben sich gewappnet und berichteten über ihre Erfahrungen bei einer Podiumsdiskussion „Mut zur Veränderung - wie Unternehmen die Chancen in der Krise nutzen”.

Eines der Unternehmen ist die Alsdorfer Steffen AG. Dort nutzten Vertreter von 41 Betrieben die Möglichkeit, zu diskutieren und Lösungsansätze aufzuzeigen.

Die Diskussion war eingebunden in die erste Europäische KMU-Woche. KMU steht für Klein- und Mittelbetriebe. Sie ist eine Kampagne zur Förderung des Unternehmertums in ganz Europa. Unternehmer bekommen Wege aufgezeigt, welche Unterstützungsmöglichkeiten auf europäischer, nationaler und lokaler Ebene zur Verfügung stehen.

Gastgeber Rolf Steffen, einer der referierenden Unternehmer, ist auch Initiator der „Uptodate Offensive”, ein Qualifizierungsprogramm für Erfolg im Handwerk. Er zeigte Wege zur erfolgreichen Unternehmensführung auf. Die Moderation übernahm Elke Breidenbach, Leiterin der Regionalagentur Aachen.

Anja Dornhöfer vom Dachdeckerbetrieb „Schaaf&Dornhöfer” aus Aachen zeigte auf, wie das Unternehmen in der Praxis neu ausgerichtet wird.

Ihr Betrieb hat durch Qualifizierung - begleitet von einem Unternehmensberater - den schwierigen Prozess der Neuausrichtung durchlaufen und erfolgreich gemeistert.

Die Handwerksmeisterin und Chefin von 18 Mitarbeitern räumte ein, 2004 „große Probleme in der Mitarbeiterstruktur” gehabt zu haben. Teamarbeit, Mitarbeiterschulungen waren ebenso gefragt wie „die Mitarbeiter in die Zielfindung unseres Unternehmens einzubauen”.

Es sei regelmäßig abzufragen, „wo wir sind und wo wir hin wollen”, riet die stellvertretende Innungsmeisterin. Dazu gehöre in ihrem Betrieb auch die Vorstellung des Jahresabschlusses vor den Mitarbeitern.

Was ein Unternehmer unter sozialer Verantwortung versteht und wie er sie zur Chefsache macht, zeigte Rolf Steffen anhand der von ihm entwickelten „Update”-Offensive auf.

Steffen baute seinen kleinen Handwerksbetrieb von einer „One-Man-Show” (1983) zur heutigen AG aus, die „bundesweit Beachtung findet”, wie Moderatorin Elke Breidenbach betonte.

Und das mit Vorbild-Funktion, ließen sich allein 2008 über 3000 Unternehmer vom Team Steffen schulen. Rolf Steffen verwies darauf, wie wichtig es sei, die „Mitarbeiter unbedingt in die Unternehmensentwicklung einzubinden”.

Allerdings: „Schulen Sie Ihre Mitarbeiter zuvor, dass Informationen und vertrauliche Daten richtig behandelt werden.” Steffen hat neben einem Bündel an Maßnahmen auch das „ZDF”-Frühstück etabliert.

Ein Austausch mit der Belegschaft, in der Zahlen, Daten, Fakten glasklar von beiden Seiten behandelt werden. „Es sind die Mitarbeiter, die die Qualität eines Unternehmens ausmachen.”

Zeichen der Zeit früh erkannt

Hermann Nagel von der Würselener Steinhauer Elektromaschinen AG forderte: „Die Zeichen der Zeit erkennen und Chancen nutzen!” Vom regionalen Elektromaschinenbauer zum internationalen Maschinenbaupartner bauten Firmenvorstand Hermann Nagel und sein Bruder einen Betrieb mit 45 Mitarbeitern auf.

Die Zeichen der Zeit erkannten die Nagels schon vor gut zehn Jahren. Sie entwickelten eine spezielle Maschine in der Automatisierungstechnik, die weltweit nur von zwei Anbietern zu haben ist.

Nagel stolz: „Wir produzieren made in Germany.” Er unterstrich die Bedeutung von qualifizierten Mitarbeitern und innovativen Ideen.

Vor einem regen Meinungsaustausch informierte Bernd Lohmüller (Agentur für Arbeit) über Förderinstrumente, Qualifizierung von Beschäftigten und zum Thema „Konjunkturelles Kurzarbeitergeld”.
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