Mitarbeiter des Pflegeheimes Maria Hilf in Setterich sollen sparen

Von: Karl Stüber
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Sie wollen das Wohn- & Pflegeheim Maria Hilf, Burg Setterich, zukunftsfähig machen: (v.l.) ctw-Pressesprecher Kaya Erdem, ctw-Geschäftsführer Bernd Koch und die Leiterin der Einrichtung, Michaela Thiery. Foto: Stüber

Baesweiler. Der letzte Satz des Gespräches mit den Verantwortlichen des Wohn- & Pflegeheims Maria Hilf, Burg Setterich, soll hier der erste sein: Die Bewohner des Heimes sollten sich bitte keine Sorgen machen, dass sie ihre Zuhause verlieren, sagt Heimleiterin Michaela Thiery.

Auch der kaufmännische Geschäftsführer der Caritas Trägergesellschaft West gGmbH (ctw), Bernd Koch, bewertet die Perspektiven für das Haus als gut. Dabei liegen unruhige Monate hinter Maria Hilf. Da war zuerst die Übergang von der Pfarre St. Andreas Setterich zur ctw mit (Rück-)Wirkung ab 1. Januar.

Indes wuchsen Sorge und Unruhe auch in der Belegschaft angesichts der wirtschaftlich angespannten Lage, wie in einer Mitarbeiterversammlung deutlich wurde (Beitrag „Entlassungen in Maria-Hilf stehen nicht zur Debatte”, Ausgabe vom 17. Juli). Koch räumt ein, dass das monatliche Defizit derzeit rund 30.000 Euro beträgt - vorbehaltlich der Endabrechnung des laufenden Wirtschaftsjahres.

In einer weiteren rund zweistündigen Mitarbeiterversammlung vor knapp zwei Wochen - es geht um rund 130 Angestellte sowie Zivis, Auszubildende, Ein-Euro-Kräfte - kamen eine Reihe von Einsparmöglichkeiten auf den Tisch. Besonders wichtig ist der Heimleitung dabei das Weihnachtsgeld, das nur zum Teil ausgezahlt werden soll, wobei der Rest in besseren Zeiten folgen soll. Allein hier könnten im laufenden Jahr etwa 131.000 Euro an Spareffekt erzielt werden. Nur so könne die Zahlungsfähigkeit der Einrichtung erhalten bleiben, hieß es.

Koch relativiert diese Aussage: Der Fehlbetrag sei rein bilanziell, man verfüge noch über Rücklagen. Weitere Vorschläge, die im Raum stehen: Fortbildung, Qualitätszirkel und Teamsitzungen sollen bis auf weiteres Freizeit sein; Verlängerung der Arbeitszeit für Vollbeschäftigte von 38,5 auf 40 Stunden; Verlängerung des Spätdienstes, um beim Nachdienst einsparen zu können; nur anteilige Auszahlung der Wechselschicht- und Schichtzulage bei Teilzeitbeschäftigten; jeder Mitarbeiter arbeitet pro Jahr einen Tag ohne Vergütung und anderes mehr.

Die Kollegen sollen auf einem Stimmzettel ankreuzen, mit welchen Sparmaßnahmen sie leben könnten. Abgabetermin: 26. August. Dann will die Geschäftsführung mit den Mitarbeitern Weiteres beraten.
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