Mit „Schötzefess“ den Vogel abgeschossen

Von: ehg
Letzte Aktualisierung:
8095553.jpg
Starker Auftritt mit den „Bläck Fööss“: Schützenkönig Holger Deussen präsentiert sich beim „Schötzefess“ text- und notensicher. Foto: W. Sevenich

Würselen. Das Jungenspieltreiben erreichte auf Bissen mit dem Gastspiel der Kölner Kultband „Bläck Fööss“ seinen absoluten Höhepunkt. Auch nach 44 Jahren gesanglich und instrumental noch topfit, brannten die sieben in die Jahre gekommenen Barden – mit den Gründern „Bömmel“ Lückerath, Harmut Priess, Peter Schütten und „Erry“ Stoklosa an der Spitze – ein 105-minütiges Feuerwerk ab, dass die Wogen ausgelassener Stimmung von der ersten Minute an nur so unter das Zeltdach schlugen.

Mit reichlich Beifall bedacht, stießen die „Bläck Fööss“ mit „Wenn sich de Familich trifft“ bei den Fans offene Türen ein. „Mer sin wie mer sin“ und mit „Lück wie Du“ trafen sie den Geschmack ihres leicht zu begeisternden Publikums. Mit „Alles für die Liebe“ legten sie sich weiter mächtig ins Zeug.

Spätestens bei „Katrin“ pfiffen die Besucher und stampften mit den Füßen. Peter Schütten war in seinem Element, als er mit dem Schützenkönig der St.-Sebastianus-Schützengesellschaft 1624, Holger Deussen, auf dem „Schötzefess“ gesanglich sein neckisches Spielchen trieb. Text- und notensicher verblüffte der König. Er hatte eine leise Vorahnung gehabt und im stillen Kämmerlein, wie er offen gestand, geprobt. Peter Schütten und der König hatten ihre Freude. Und das Publikum amüsierte sich prächtig. Besinnliche und rockig-fetzige Lieder wurden bunt gemischt serviert, bis hin zu „Du bist die Stadt“, eine Liebeserklärung an „Cölle“.

Vorbei ging es an der „ Kaffeebud“ in Ehrenfeld und am Fühlinger See (mit Surfbrett). Dann hieß es „Drenk doch eine mit“ – das Publikum ließ sich nicht zweimal bitten – und kehrte ein mit den „Fööss“ in „Unserem Veedel“. Da war aber auch noch „Ming eetste Fründin“ und das Stoßgebet „Lieber Gott schick uns Wasser!“ Und am Ende hieß es nur noch „Bye, bye my love“. Die „Bläck Fööss“ hatten gehalten, was sie versprochen hatten. Stimmungsmäßig den Teppich ausgerollt hatten ihnen die wegen Kirmes leicht dezimierten „Wöschelter Prinzen“ mit heimatlichen, auch eigenen Brauchtumsliedern. Bei ihnen grüßte ein weiteres Mal Heimatsänger Friedel Schwartz mit seinem „Wöschele wür net mie so schönn, wenn et Spell ens net mie jöng.“ Wie wahr!

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert