Mit Nadel und Faden besonders kreativ

Von: Daniel Gerhards
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Legten sich mit viel phantasie
Legten sich mit viel phantasie beim Kunstkurs ins Zeug: Annika Fischer und Alina Rübben. Foto: Daniel Gerhards

Baesweiler. Was kann man alles zum Thema „Nadel und Faden” machen? Eine ganze Menge mehr, als etwas zu nähen. Das zeigten die Teilnehmer der Kunstkurse „Farbenspiele”.

Im Jugendcafé an der Windmühlenstraße präsentierten sie ihre Werke jüngst bei einer Ausstellung.

Freude bereiten

Unter der Anleitung von Anica Krainz-Dohmen machten die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen Kollagen, die etwas mit Stoffen, Mode und Kleidung zu tun hatten. Für Krainz-Dohmen steht dabei zunächst eher die Begeisterung für die Sache, als der künstlerische Anspruch im Zentrum. „Es ist wichtig, dass in den Kursen alle Spaß haben. Es muss ihnen Freude bereiten, so zu arbeiten.” Wenn das gelingt, dann komme meist auch etwas Gutes dabei heraus. „Wenn sie Spaß haben, läuft das von ganz alleine.” Zwar sollen die Kinder und Jugendlichen keinen Stress spüren, ins Zeug legen, müssen sie sich aber trotzdem. „Ich erwarte schon etwas. Ich bin auch schonmal kritisch. Das bringt die Teilnehmer dann auch weiter.”

Für Annika Fischer, 13 Jahre, und Alina Rübben, 14 Jahre, ist der Kurs eine willkommene Abwechslung zum Kunstunterricht in der Schule. „Das macht mehr Spaß, als in der Schule. Man kann freier an die Dinge rangehen”, erklären sie. Mit der neugewonnen Freiheit muss man allerdings erstmal umgehen können. „Zuerst ist es mir schwer gefallen”, erklärt Alina Rübben. Doch je länger sich die Jugendlichen mit dem Thema auseinandersetzten, desto besser gelang es ihnen Ideen zu entwickeln und diese umzusetzen. „Später geht es dann auch leichter, dann kommen einem die Ideen.” Dieser Prozess ist für Krainz-Dohmen besonders wichtig. „Jeder soll nach seinem eigenen Gusto arbeiten, darauf lege ich großen Wert.” Und was dabei herauskommt, soll nicht wieder in der Schublade verschwinden. Eltern, Großeltern und Freunde sollten bei der Ausstellung sehen, was die Kinder im Kurs für Sechs- bis Neunjährige und die Jugendlichen im Kurs für Zehn bis 13-Jährige erarbeitet haben. „Das hat eine Menge mit Wertschätzung und Selbstvertrauen zu tun”, erklärte Krainz-Dohmen.

„Farbenspiele”-Kurs

Für Baesweilers Beigeordneten Frank Brunner ist dabei besonders wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen „ihre Kreativität ausleben können”. Fast alle Kinder seien regelmäßig dabei und hätten großen Spaß an dem Kunstkurs. Brunner und die anderen Besucher konnten sich gleich überzeugen, dass das Thema „Nadel und Faden” doch nicht ganz ohne zu nähen zu bewältigen ist. Um beim Zeichnen die Proportionen von Menschen besser aufeinander abstimmen zu können, mussten sie Körper zeichnen. Dafür standen Gliederpuppen Modell. Die modischen Kleidungsstücke, die die hölzernen Puppen trugen, hatten die jungen Künstler gleich selbst geschneidert.

Für die „Farbenspiele”-Kurse im kommenden Jahr sind noch einige Plätze frei. Der Kunstkurs für Kinder von sechs bis neun Jahren findet mittwochs von 15.30 Uhr bis 17 Uhr statt, für Jugendlichen von zehn bis 14 Jahren mittwochs von 17.15 Uhr bis 18.45 Uhr. Der erste Termin ist der 22. Februar 2012 (insgesamt gibt es zwölf Termine). Die Teilnahmegebühr beträgt zehn Euro (plus zehn Euro für das Material). Anmeldungen nimmt Jenny Wüllenweber unter der Telefonnummer 02401-800 516 entgegen.
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