Würselen - Mit Liebesliedern die Herzen des Publikums erobert

Mit Liebesliedern die Herzen des Publikums erobert

Von: ehg
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Ein Höhepunkt des Besuchs aus der Partnerstadt: Der Jugendchor „Babsingers“ aus „Morlaix“ beim Konzert in der Aula des Gymnasiums. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Fünf Tage lang statteten 45 bretonische Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 20 Jahren ihrer deutschen Partnerstadt einen Besuch ab. Es waren die Mitglieder des Jugendchores „Babsingers“ unter der Leitung von Louise und Jean Arthur Thépaut, der von 1993 an fast jährlich durch ein eindrucksvolles Konzert ein Zeugnis seiner musikalischen Qualitäten in Würselen ablegte.

Den Anstoß zu seiner Gründung hatte vor 24 Jahren der Jugendchor des Städtischen Gymnasiums unter der Leitung von Bernhard Wiesemann gegeben, als er mit dem damaligen Bürgermeister Martin Schulz, dem heutigen Präsidenten des Europaparlaments, anlässlich des Jubiläums der Städtepartnerschaft die bretonische Partnerstadt bereiste.

Gemeinsam mit den Bürgermeistern beider Städte trat der Würselener Chor damals im Theater der Stadt Morlaix auf. Er begeisterte dabei den bretonischen Musiklehrer Jean Arthur Thépaut so sehr, dass dieser spontan den Beschluss fasste, einen Jugendchor ins Leben zu rufen, die „Babsingers“.

Er feierte nicht nur in seiner Heimatstadt große Erfolge, sondern auch bei seinen Besuchen in Würselen. Der Zulauf war so groß, dass der Chor zeitweise bis zu 100 Sängerinnen und Sänger zählte. Am 17. Oktober 2013 feierten die „Babsingers“ in einer Großveranstaltung im Espace du Roudour in Morlaix mit Gästen aus Würselen ihr 20-jähriges Bestehen. Gefördert wird der Austausch vom Deutsch-Französischen Jugendwerk sowie von der Deutsch-Französischen Gesellschaft und der Stadt Würselen.

Die musikalische Delegation der bretonischen Partnerstadt mit ihren sieben Begleitern hieß Bürgermeister Arno Nelles im Rathaus willkommen. Beim ehemaligen Leiter des Würselener Chores, Bernhard Wiesemann, bedankte sich der Bürgermeister dafür, dass er „die musikalische Liebesbeziehung“ 1992 angestoßen habe und sein Nachfolger Dirk Beyer diese weiter pflege.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich seien das Fundament für ein friedliches Zusammenleben der Völker in Europa, ist Nelles fest davon überzeugt, dass auch die derzeitige Krise in absehbarer Zeit überwunden werde. Solange eine Beziehung gepflegt werde, sei sie ein solider Nährboden für ein freundschaftliches Miteinander, appellierte Nelles an die jungen Leute, ihren Beitrag zum Fortbestand eines vereinten Europas in Friede und Freiheit zu leisten.

Offen gestand Musiklehrer Thépaut, er habe nicht zu hoffen gewagt, dass die vor 24 Jahren geknüpften Beziehungen so lange Bestand haben würden. Dass es der Fall ist, dafür bedankte er sich nicht zuletzt beim langjährigen Freund Bernhard Wiesemann. Sein Dank galt aber auch den Partnerschaftskomitees in beiden Städten für die gewährte Unterstützung.

„Bleibt in Kontakt. Wir werden Euch auch in Zukunft unterstützen,“ versicherte Wiesemann. Als Dolmetscherin fungierte beim Empfang die Vorsitzende der Deutsch-Französischen Gesellschaft, Ellen Thielen-Vafaie. Auf Einladung des Bürgermeisters besuchten die jungen Franzosen gemeinsam mit ihren Gastgebern das Freizeitbad Aquana.

Höhepunkt der bretonischen Visite war das Konzert in der Aula an der Klosterstraße, zu dem die Leiterin des Gymnasiums, Lydia Becker-Jax, die Gäste aus Frankreich herzlich begrüßt. Die „Babsingers“ boten unter der souveränen Leitung ihres Dirigenten Thépaut lauter Arrangements von „chansons francaise de l‘amour“.

Aus der Ferne grüßten weltbekannte französische Stars wie Charles Aznavour, Edith Piaf, Joe Dassin, Julien Clerc und Claude Francais. Es erklangen nicht nur ihre Hits, sondern auch noch die vieler anderer in Frankreich bekannten Chansonniers, alle untermalt von einem Instrumentalensemble, verstärkt durch den Cellisten Bernhard Wiesemann. Alle Darbietungen wurden mit reichlich Beifall bedacht.

Auf dem Besuchsprogramm standen der Gäste standen Aachen und Köln „Au Revoir“ (Auf ein Wiedersehen) hieß es beim Abschied. Es wird gar nicht so lange auf sich warten lassen. Ist doch der Gegenbesuch des Jugendchores und der gastgebenden Schüler des Städtischen Gymnasiums für das verlängerte Fronleichnams-Wochenende geplant.

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