„Mit gutem Gefühl in den Ruhestand”

Von: Sigi Malinowski
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Abschied als Leiter der Volkshochschule Nordkreis Aachen: Klaus Peschke. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Bevor „Burgherr Klaus” - symbolisch betrachtet - von Hofe ritt, schüttelte sich das Volk noch einmal. Amüsiert und erheitert. Denn „der letzte amtierende Burgherr” Alsdorfs entspannte und erfreute nach all den vorab gehaltenen Reden mit seinem Vortrag „Meine Omma sagte immer”.

Den Titel des Burgherrn hatte Klaus Peschke, scheidender Leiter der Volkshochschule Nordkreis Aachen, vom (demnächst auch scheidenden) Alsdorfer Bürgermeister Helmut Klein verliehen bekommen.

Allseits geschätzt

„Schalk Klaus”, er hatte zu seinem Abschied - der von der VHS-Belegschaft am kommenden Montag vorgenommen wird - nochmals alle Register eines freundlichen, zielorientierten und im allgemeinen Umgang sehr angenehmen Menschen gezogen.

Seine berufliche Laufbahn ließ zunächst der VHS-Verbandsvorsteher und Baesweiler Bürgermeister Willi Linkens vorüberziehen. Damit anschließend neben Linkens auch Würselens Beigeordneter Werner Birmanns, Herzogenraths Erster Bürger Christoph von den Driesch und Alsdorfs Bürgermeister Helmut Klein aus ihrem langjährigen Umgang mit dem Finanzkünstler und Pädagogen und in seiner Belegschaft allseits geschätzten Kollegen Klaus Peschke berichten durften. Selbst Ehefrau Heidi, neben dem zukünftigen Pensionär zur Feier platziert, nahm einige Anekdötchen und Geschichtchen aus der beruflichen Lebensleistung ihres Mannes mit.

Linkens wartete schon zu Beginn mit einem „Kracher” auf. Dem aktiven Sportler Peschke versicherte er: „Wir haben den Carl-Alexander-Park extra für Sie bauen lassen, damit Sie dort Ihre Freizeit demnächst verbringen können.” Das wird der Schwimmer, Läufer und Fahrradfahrer Peschke aber nicht nur dort tun. Auch dem Baesweiler Geschichtsverein gehört sein Herz, bei dem er Geschäftsführer ist. Eigentlich sollte aus dem jungen Studenten Klaus Peschke ein Finanzinspektor werden. Doch der gebürtige Norddeutsche (Hameln) entschied sich für eine pädagogische Karriere. Mit den Lehrämtern Mathematik und Physik, aber auch gesegnet mit einem einnehmenden Mutterwitz.

Wie strebsam der in den Ruhestand wechselnde Chef stets war, unterlegte eine kleine Bemerkung von Willi Linkens. „Sie werden bis zu Ihrem letzten möglichen Arbeitstag Ihre Aufgabe wahrnehmen.” 23 Jahre tat Peschke das als Chef. Zunächst an der Spitze des VHS-Zweckverbandes Alsdorf, dann des Nordkreis-Verbandes. Auch „an dieser sehr mutigen Zusammenlegung” habe Peschke stark und erfolgreich mitgewirkt, lobte Linkens.

Gerade junge Erwachsene lagen und liegen Peschke immer besonders am Herzen. Auch das stellte Linkens mit Hinweis auf verschiedene Projekte heraus. „Dass für einen so kleinen Mann so große Worte gefunden werden, überrascht mich jetzt doch”, äußerte sich Peschke verschmitzt. So stellte Personalratsvorsitzender Jochem Loeber beispielsweise heraus : „Du übergibst eine VHS, die äußerlich und innerlich gefestigt ist.” Peschke könne, unterstrich Jochem Loeber ebenfalls, „mit einem guten Gefühl in den Ruhestand gehen. Das kann nicht jeder von sich sagen.” Klaus Peschkes Nachfolger Henry Engel formulierte „das Vermächtnis des Klaus Peschke: Im Mittelpunkt steht der Kunde, der Bürger.” In einem Punkt blieb Henry Engel knallhart, er nahm Peschke eine Illusion: „Ermäßigungen für Rentner wird es auch für Dich nicht geben!”
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