Mit Feuereifer beim „Girls‘ Day“ aktiv

Von: Nina Krüsmann
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Wasser hat ganz schön viel Kraft: Dass es nicht leicht ist, den Schlauch zu halten, haben die Mädchen rasch gemerkt. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Dass das Löschwasser aus dem Feuerwehrschlauch eine solche Intensität hat, hätte Romy Bitorajac nicht gedacht. Mit ihrer Schulfreundin Julia Keuters nahm sie am „Girls‘ Day“ in der Feuerwache Herzogenrath teil.

Die große Feuerlöschübung am Nachmittag war sicher ein spannender Höhepunkt, aber der ganze Tag war für die beiden und weitere Teilnehmerinnen äußerst aufschlussreich.

Eine eigene Meinung

Der Mädchenzukunftstag bietet den Mädchen von der fünften bis zur zehnten Klasse die Möglichkeit, in technisch-gewerbliche und naturwissenschaftliche Berufe hereinzuschnuppern. „Wichtig ist, dass die Mädchen heute ein konkretes Bild von diesem Arbeitsfeld erhalten und sich dazu eine eigene Meinung bilden können“, betonte die Herzogenrather Gleichstellungsbeauftragte Birgit Kuballa. Feuerwehrfrau etwa sei ein sehr interessanter, absolut notwendiger und zukunftssicherer Beruf. „In der Regel aber ist die Feuerwehr eine Männerdomäne. Indem heute intensive Einblicke gewährt werden, öffnet sich dieser Bereich womöglich“, sagte Kuballa.

In der Feuerwache Herzogenrath waren zwei hauptamtliche Kolleginnen, Brandmeisteranwärterin Karoline Quendt, und Rettungsassistentin Christiane Schäfer dabei, um das Berufsbild aus weiblicher Perspektive darzustellen. „Das ist ja ein typischer Männerberuf, doch es hat mich gereizt, das mal auszuprobieren“, meinte die 14-jährige Romy Bitorajac vom Gymnasium Herzogenrath. Auch Saskia Groten und Marisa Stolz von der Europaschule waren richtig begeistert: Die beiden zwölfjährigen Freundinnen hätten sich die Arbeit auf der Feuerwache gar nicht so vielseitig vorgestellt. Christiane Schäfer erklärte den Mädchen die Arbeit im Rettungswagen, die Funktionen der verschiedenen Geräte und den Notfallkoffer.

Die Schutzanzüge passen

Feuerwehrmann Markus Thewes erläuterte den Mädchen die Funktionen des Feuerwehrwagens und legte ihnen die Schutzanzüge an, die im Ernstfall bei einem Einsatz zu tragen sind. Die 13-jährige Julia Keuters war mit Feuereifer dabei. „So ein Schutzanzug ist ganz schön schwer“, meinte sie. Natürlich wurden auch Erinnerungsfotos mit dem Handy gemacht. Auch Reanimationsübungen, eine theoretische Einweisung in die Aufgabenverteilung und die Gebäudestruktur standen auf dem Tagesprogramm. Die praktischen Übungen machten den Mädchen besonders viel Spaß, so dass sie zufrieden und mit nützlichen Erfahrungen an den „Girls‘ Day“ zurückdenken. Der Mädchenzukunftstag ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen weltweit. Seit dem Start im Jahr 2001 haben etwa 1,5 Millionen Mädchen teilgenommen.

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