Herzogenrath - Mit erdachten Figuren eine ganz neue Welt entdecken

Mit erdachten Figuren eine ganz neue Welt entdecken

Von: Elisa Zander
Letzte Aktualisierung:
Fesselnd: Das sind die Krimina
Fesselnd: Das sind die Kriminalromane von Inge Löhnig. Prof. Wolfram Hamann überreichte ihr neben dem Preis, der Handschelle, erstmals auch ein Preisgeld.

Herzogenrath. Wie sie zum Schreiben gekommen ist? Diese Geschichte erzählt sie unheimlich gern sagt Inge Löhnig. „Das war vor 15 Jahren. Da hab ich einen Krimi gelesen, der auf der Bestsellerliste stand, und sehr gelobt wurde, gelesen und ihn dann wütend in die Ecke gepfeffert und gedacht: Das kannst du besser.”

Nach den ersten 200 Seiten machte sie eine Pause und begann, sich mit dem Handwerk Schreiben auseinanderzusetzen, las Bücher, besuchte Kurse. „Ich wollte wissen, ob ich einen Krimi schreiben kann, den ich selber gerne lesen möchte, nicht, um ihn zu veröffentlichen.” Es war der Anstoß dafür, dass sie fünf Jahre später an einem Samstagnachmittag erstmals das Wort „Ende” unter einen Roman schrieb. „Das war ein unglaublich tolles Gefühl.” So toll, dass sie gleich den nächsten Krimi begann, um sich dann damit einen Agenten zu suchen.

Mittlerweile schreibt Inge Löhnig an ihrem insgesamt neunten Roman, davon drei Jugendbücher. Ihr fünfter Krimi kommt demnächst in die Buchläden.

Ihre Kriminalgeschichten sind fesselnd, haben eine spannende Story, eine hohe, erzählerische Qualität und atmosphärisch dichte Schilderung eines Milieus. Damit entspricht insbesondere ihr Roman „Schuld währt ewig” den Kriterien, nach denen die Jury die Preisträger für die Herzogenrather Handschelle auswählt. Für jenen Roman wurde Inge Löhnig nun bei der siebten Verleihung des Herzogenrather Literaturpreises des Vereins „Pro Stadtbücherei” ausgezeichnet.

Der Krimi handelt vom Tod dreier Menschen, die - strafrechtlich gesehen schuldlos - dennoch tragisch in einen Todesfall verstrickt waren. Es ist bereits der vierte Fall von Protagonist Kommissar Dühnfort, der hier einen Täter jagt, der gnadenlos seine Vorstellung von Gerechtigkeit durchzusetzen versucht.

„Das Buch setzt sich mit der schuldlosen Schuld auseinander”, skizziert Vereinsvorsitzender Professor Wolfram Hamann. „Es ist spannend aufgearbeitet, mit allerlei Wendungen - das Buch habe ich ausgesprochen gerne gelesen.”

Von der Geschichte konnten sich die vielen Zuhörer bei der Verleihung mit Lesung der Autorin selbst überzeugen. Inge Löhnig nimmt das Publikum mit auf eine Reise in die vielen Blickwinkel auf Schuld, wirft indirekte Fragen auf, mit denen sich die Zuhörer auseinandersetzen, darüber miteinander ins Gespräch kommen. Löhnigs eigene Begeisterung für das, was sie tut, ist greifbar und überträgt sich auf das Auditorium. Ihre sympathische, freundliche und unkomplizierte Art machen sie zu einer Preisträgerin, mit der die Menschen gerne in Kontakt treten.

Zwischen sechs und sieben Bücher verschiedener Autoren stehen am Ende immer in der engeren Auswahl. „Bei Löhnings Schuld währt ewig waren wir uns aber alle ziemlich einig”, erinnert sich Hamann an die Gespräche mit der Jury.

700 Euro Preisgeld

Der Krimipreis wird immer größer und professioneller, ein Eintrag als Marke ist beantragt. Erstmals konnte in diesem Jahr neben der Handschelle auch ein Preisgeld von 700 Euro überreicht werden. „Wir haben einen Sponsor gefunden, durch den wir auch in den kommenden Jahren eine Prämie auszahlen können”, freut sich Hamann.

In diesem Jahr ist der erste Schritt in Richtung Veranstaltungsfestival gemacht worden. Am Wochenende fand im Rahmen der Preisverleihung ein Krimi-Nachschlag, eine Lesung mit der Aachener Autorin Doro May statt.
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