Mit der Kunst das Elend in Manila lindern

Von: Nina Krüsmann
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Die Kunst spielt eine zentrale Rolle in der Malabon-Hilfe: Herbert Schmerz, Vorsitzender der Malabongruppe, besuchte Andrzei Kasprzak vorab in seinem Atelier.

Herzogenrath. Mit einem Veranstaltungsreigen in Herzogenrath möchte die in Übach-Palenberg ansässige Malabongruppe Geld für die Menschen in den Slums von Malabon sammeln. Der Herzogenrather Herbert Schmerz hat gemeinsam mit Dr. Dieter Jacobs die Malabongruppe vor 26 Jahren ins Leben gerufen. Schmerz war damals am Gymnasium Lehrer für Erdkunde und Englisch.

Man hatte sich vorgenommen, nicht mehr länger nur von Entwicklungsländern und ihren Problemen zu reden, sondern selbst etwas anzupacken. Gemeinsam mit dem ehemaligen Lehrerkollegen Dieter Wefers (Schriftführer), Marlies Wefers (stellvertretende Vorsitzende) und der ehemaligen Kollegen Sophie Sequera trieb Schmerz die Arbeit voran. „Ziel ist bis heute, mitzuhelfen, eine lebenswerte Zukunft für philippinische Kinder zu schaffen, frei von sexueller Ausbeutung, Gewalt und Armut“, betont Schmerz.

Heute ist die jährliche Ausstellung „Künstler für Malabon“ im Herbst auf Burg Rode ein weiterer öffentlichkeitswirksamer, erfolgreicher Baustein der Projektarbeit, um die sich 15 aktive Mitglieder bemühen.

In diesem Monat stehen drei Veranstaltungen auf dem Programm. Am 8. November um 19.30 Uhr findet auf Burg Rode ein Gitarren-Konzert mit Thomas Jakob Schneider statt, der seine neue CD „Panorama“ vorstellt. Zu hören sind in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Herzogenrath und unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Christoph von den Driesch Kompositionen, die in unterschiedliche Klanglandschaften rund um den Globus führen – von der Alten Welt Europas, über asiatische Gefilde bis hinüber in die Neue Welt Südamerikas. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.

Künstler für Malabon

Ein wesentlicher Mosaikstein im Rahmen der vielen Hilfsaktionen zugunsten der Menschen in den Slums von Malabon sind die Ausstellungen „Künstler für Malabon“ auf Burg Rode.

Die Idee zu dieser in Europa wohl einzigartigen Ausstellungsreihe hatten der 1993 verstorbene belgische Künstler René Carcan und der Aachener Galerist Ricardo de Bernardi, die vorschlugen, europäische Grafiker von Rang und Namen anzusprechen und sie dazu zu bewegen, die Projekte der Gruppe durch den Verkauf ihrer Arbeiten zu unterstützen. Außerdem sollte jeder Künstler eine speziell für die Ausstellung themenbezogene Radierung anfertigen. Nun steht bereits die 31. Ausstellung an. Sie findet vom 10. bis 17. November statt, der Eintritt ist frei.

Die Vernissage unter Anwesenheit des Künstlers ist am Sonntag, 10. November, um 11 Uhr. Andrzej Kasprzak präsentiert Grafiken, Arbeiten auf Papier und Malerei. Auf der Suche nach der idealen Selbstäußerung der Kunst nimmt er den Betrachter mittels seiner Werke mit auf eine Reise in den Gefühlszustand des Menschen. Die Arbeiten des polnischen Künstlers leben von den facettenreichen, zwischenmenschlichen Beziehungen.

Wie alle Künstler zuvor hat auch Kasprzak eine Malabon-Radierung geschaffen.

Zur Finissage am Sonntag, 17. November, gibt es ein Konzert mit „Needle & Sword“, die irische und schottische Musik darbieten. Thomas Jakob Schneider und Paul Jorisson verschmelzen altes, neues, traditionell überliefertes und neu komponiertes und arrangiertes Liedgut zu dem, was gemeinhin „Celtic Folk“ genannt wird. Der Erlös ist für die Projekte der Hilfsorganisation in den Slums von Malabon bestimmt.

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