Mit der Kamera auf Werkschau: Arbeiten von Joseph Piedbouef

Von: ehg
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Ins Bild gerückt: Karl-Heinz Klinkenberg hat Werke des Bildhauers Joseph Pidbouef dokumentiert. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Der am 3. Februar 1863 geborene und 1950 in Bad Reichenhall verstorbene Joseph Piedbouef gilt in Fachkreisen als profiliertester Aachener Bildhauer der Jahrhundertwende. Seinem Leben und Wirken ist eine Ausstellung gewidmet, die derzeit in der Pfarrkirche St. Sebastian (oberer Eingang, Marktseite) besichtigt werden kann.

Einblicke darin gewähren gerahmte 30 x 20 Zentimeter große Fotografien, die Karl-Heinz Klinkenberg vom Geschichtsverein St. Sebastian „geschossen“ hat. In 60 x 30 hat er Piedbouefs „Pieta“ in der Kriegerkapelle St. Sebastian ins Bild gerückt.

Vielseitigkeit des Künstlers

Auf die Idee einer Ausstellung war Klinkenberg gekommen, als das Geheimnis um den Schöpfer der „Pieta“ nach Recherchen durch Hubert Wickerath, Leiter des Geschichtskreises, und Heinz-Josef Küppers, Leiter des Kulturarchivs der Stadt im letzten Jahr gelüftet worden war. Klinkenberg: „Durch meine Ausstellung mit einer Auswahl seiner Werke möchte ich sowohl die Vielseitigkeit des Künstlers ins Bild rücken, als auch seine vielseitige Tätigkeit in der Region neu ins Bewusstsein rufen.“

Nachdem die Idee geboren war, machte sich Karl-Heinz Klinkenberg auf Spurensuche. An verschiedenen Orten wurde er fündig und bannte „Piedbouef“ auf die Platte. Dabei rückte er die verschiedenen Materialien, mit denen der renommierte Aachener Bildhauer in Erscheinung getreten ist, in den Fokus. Ausgangspunkt war die in Holz gefertigte „Pieta“ in St. Sebastian. In Stein setzte Piedbouef die Entwürfe anderer namhafter Bildhauer von neun Statuen an der Fassade des Aachener Rathauses handwerklich-künstlerisch um.

In Marmor „gehauen“ sind zwei Grabanlagen im Campo Sancto auf dem Westfriedhof in Aachen und eine Statue in der Kirche St. Willibrord in Euchen, wo sich auch ein Bronzerelief befindet. Auch dieses kann in der Ausstellung bewundert werden. Auf eine Kreuzigungsgruppe in Stahl und Stein stieß der Fotograf im nahen belgischen Wallfahrtsort Moresnet.

Schließlich trieb Piedbouef eine Memoirenplatte, mit der er sich in der Nikolauskapelle des Aachener Doms ein Denkmal setzte, in Messing. Klinkenbergs Ausstellung kann vor und nach den Messen, aber auch von Montag bis Freitag von 15 bis 17 besichtigt und dabei das Werk Piedbouefs einer kritischen Würdigung unterzogen werden.

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