Mit den Fingern erwacht der Wassermann zum Leben

Von: Daniel Gerhards
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Kreativtät beim Basteln gefö
Kreativtät beim Basteln gefördert: Alina Kochs, sechs Jahre, (l.) und Alyssa Alzner, neun Jahre, basteln „Wassermänner” für die große Abschlussfeier. Foto: Daniel Gerhards

Baesweiler. Ganz konzentriert schaut Alyssa Alzner auf den blauen Pappkarton, der vor ihr liegt. Sie hat einen „Wassermann” ausgeschnitten und ihm Augen und Arme verpasst. Nun muss sie noch ein kleines Loch durch die Figur stechen, damit sie an einer dünnen Schnur aufgehängt werden kann.

„So, fertig”, sagt die Neunjährige und schaut zufrieden auf ihren „Wassermann”.

Bei den Ferienspielen des Malteser Jugendtreffs in Setterich konnten die teilnehmenden Kinder Ausflüge oder Rollenspiele machen, toben oder sportlich sein. Beim „Workshoptag” wurde es wesentlich ruhiger. Nun konnten die Kinder malen, basteln oder Gesellschaftsspiele machen. „Wir wollen den Kindern auch mal ein etwas ruhigeres Angebot machen”, erklärt Markus Siemons, Leiter des Malteser Jugendtreffs.

Dabei soll die Kreativität der beinahe 200 jungen Teilnehmer, die allesamt zwischen sechs und zwölf Jahren sind, gefördert werden. Manchmal geben die ehrenamtlichen „Teamer” den Kindern Vorgaben. Aber meist bestimmen die Einfälle der Kinder, was gebastelt wird. „Wir stellen das Material zur Verfügung und dann können die Kinder selber kreativ sein. Wir geben ihnen einen Raum, um selber Ideen zu entwickeln und umzusetzen”, erklärt Siemons weiter. Dieses freie Arbeiten komme sonst oft zu kurz. „Im Kunstunterricht in der Schule bekommen die Kinder oft sehr starre Vorgaben. Hier können sie nach ihren Vorstellungen basteln”, sagt Siemons.

Alyssa Alzners „Wassermann” hängt nun schon bei den vielen anderen blauen gebastelten See-Kreaturen. Zuvor hatte sie schon eine Glocke aus einem Tontopf und eine Piratenflagge für das große Fest am letzten Tag der Ferienspiele gebastelt. Und auch sie lässt ihre eigenen Ideen einfließen. „Manchmal mache ich das so wie auf der Vorlage, die wir bekommen. Und manchmal einfach so wie ich das möchte.”

Bevor es zu nächsten Bastelstation geht, hilft sie noch der sechsjährigen Alina Kochs, die ebenfalls einen „Wassermann” bastelt. Mit etwas Kleber bringen sie die Augen gemeinsam an.

Regeln einhalten

Für Markus Siemons ist das soziale Miteinander der Kinder enorm wichtig. Bei Spaß und Spiel sollen sie ganz nebenbei lernen, rücksichtsvoll miteinander umzugehen. „Viele der Kinder, die zu uns kommen, sind normalerweise nach der Schule auf der Straße. Die kennen das gar nicht, mit so vielen Kindern zusammen zu sein. Darum müssen sie lernen, sich an bestimmte Regeln zu halten.” Und dieser Lernprozess greift bei den Teilnehmern schnell. „Bei den Kindern, die in den kompletten drei Wochen bei uns waren, ist schon eine Entwicklung zu sehen”, sagt Siemons.
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