Mit Blühflächen Geld sparen und etwas für die Umwelt tun

Von: ehg
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Würselen. Konkrete Vorschläge für die Anlage von Blühflächen, wie von der Kooperation (CDU/FDP/Bündnisgrüne) beantragt, haben die Kommunalen Dienstleistungsbetriebe Würselen (KDW) in der Sitzung des Betriebsausschusses unterbreitet.

Dabei gab ihr Mitarbeiter Heinz-Gerd Groten (vom Krankenbett aus) durch Betriebsleiter Franz-Josef Mahr zu bedenken, dass eine Ansaat von Blühmischungen bei der Neuanlage von Grünflächen kostengünstiger als die Umwandlung bestehender Flächen sei.

Je größer die Flächen seien, desto wirtschaftlicher könne in Bezug auf Neuansaat und Unterhaltung der Blühflächen verfahren werden. Er stellte klar: „Die Ansaat von Blühmischungen auf kleineren Flächen wie zum Beispiel Baumscheiben im Straßenbereich, die lediglich als Grünmöblierung zu sehen sind, lohnt sich unter wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten nicht.”

Groten räumt ein, dass größere Blühflächen in Stadtgebieten gegenüber monoton bepflanzten Beeten oder intensiv gepflegten Rasenflächen einen unbestreitbaren ökologischen Wert haben. Außerdem könnten Pflegekosten auf Dauer verringert werden. Er warnte davor, in Aktionismus zu verfallen, sondern angesichts der nicht unerheblichen Investitionen zunächst „nur” auf wenigen, „repräsentativen Flächen” eine Ansaat vorzunehmen. Für Saatgutmischungen liegen am Markt Angebote vor, deren Preise sich - jeweils auf 1000 Quadratmeter bezogen - zwischen 100 Euro und rund 500 Euro variieren.

Auch Landwirte überzeugen

Als Flächen, die derzeit für eine Umwandlung in Blühflächen geeignet erscheinen, bieten sich nach KDW-Mitarbeiter Groten die Rasenfläche im Bereich der Zuwegung Kirchenstraße/Hesselerstraße, die Rasenfläche an der Zufahrt K30/Friedrichstraße und die durch Junikäfer extrem geschädigte Rasenfläche im Stadtgarten, wo ohnehin eine Neuansaat erforderlich ist, an.

Hier sei der Aufwand zur Neuansaat einer Blühmischung vergleichsweise gering. Die Entwicklung dieser Flächen sollte - so Heinz-Peter Groten - über einen Zeitraum von mindestens zwei Vegetationsperioden beobachtet und dokumentiert werden. Erst dann könnten verlässliche Aussagen hinsichtlich der Eignung getroffen werden. „Wir haben auf diesem Gebiet keinerlei Erfahrung!” betonte der Betriebsleiter vor dem Ausschuss.

Bei hoffentlich gutem Erfolg und weitest gehender öffentlicher Akzeptanz („Mit Sicherheit wird nicht jeder Bürger Sinn und Nutzen der Umwandlung verstehen.”) böten sich weitere Flächen für eine sukzessive Umwandlung zu Blühflächen in den kommenden Jahren an. Die Planung neuer Grünflächen sollte jedoch bereits unter dem Aspekt einer möglichen Gestaltung als Blühfläche erfolgen.

Der Ausschuss nahm die Darlegungen wohlwollend zur Kenntnis. Die Sprecherin der Bündnisgrünen, Anka Erdweg, bedankte sich bei der KDW dafür, dass der Antrag so zügig bearbeitet worden war. Bereits im Ausschuss für Stadtentwicklung hatte die Fraktionsvorsitzende Renate Knauf betont, es sei wichtig, die Landwirte in die Bemühungen um blühende Landschaften in Würselen aktiv einzubeziehen.

Sie sollten von der Stadt zur Teilnahme an Förderprojekten, die dem Naturschutz zweckdienlich sind, angehalten werden. FDP-Sprecher Markus Carduck: „Wir sparen Geld und tun noch etwas für die Umwelt!”
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