Mit besonderen Klangfarben bei „Pius am Mittwoch“ beeindruckt

Von: ehg
Letzte Aktualisierung:
10745753.jpg
Zu Gast bei „Pius am Mittwoch“: Susanne Schrage (Flöte) und René Rolle (Klavier) stellen ihre Virtuosität unter Beweis. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Mit „Sag‘ welch wunderbare Träume“, kunstvollen Liedern von Johannes Brahms und Richard Wagner, wollte „Pius am Mittwoch“ die zweite Jahreshälfte „einläuten“. Doch daraus wurde nichts, weil die Sopranistin Martina Garth erneut erkrankt war. Ein dritter Anlauf soll zu einem noch fest zu legenden Termin gestartet werden.

Kurzfristig sprangen Regionalkantor René Rolle (Klavier/Orgel) und die Flötistin Susanne Schrage in die Bresche. Sie stellten in dem von ihnen geboten kammermusikalischen Programm ihre technische und gestalterische Virtuosität unter Beweis, quer durch die verschiedenen Stilepochen und Genres. er Organist stimmte in das abwechslungsreiche Programm mit dem Orgelwerk Präludium und Fuge G-Dur von Johann Sebastian Bach ein. Die Besucher staunten nicht schlecht darüber, wie Rolle der kleinen, aber feinen Orgel Töne von besonderer Klangfarbe entlockte. Bei der Fantasia 12 von Georg Philipp Telemann – brillierte ebenfalls im Solo – die in Aachen lebende Flötistin.

Im Duett setzten sich Klavier und Flöte bei der h-Moll-Sonate von Johann Sebastian Bach prächtig in Szene. Stimmungsvolle Musik erklang, die reichlich Beifall fand. Mit einem weiteren Solo, der Sonate a-Moll von Carl Philipp Emanuel Bach, stellte die Flötistin ihre Vielseitigkeit in kreativer musikalischer Gestaltung unter Beweis. Theobald Böhm, ein anerkannter Flötist des 19. Jahrhunderts, kam mit zwei Liedern aus dem Schwanengesang von Franz Schubert zu Wort, dem „Ständchen“ und dem „Fischermädchen“ Der Kirchenraum hallte wider von wunderbarer kammermusikalischer Musik, für Feinschmecker.

Danach standen drei französische Komponisten der französischen Romantik auf dem Programm. Bei „Sicilienne“ und „Berceuse“ von Gabriel Fauré lieferte das Duo Beispiele dafür, wie der Komponist die deutsche und französische Stilepoche beeinflusste. Er entwickelte dabei eine eigenständige, poetische, nuancierte und stark diatonische Tonsprache.

Die Brücke von der Romantik zur Modernen schlug Claude Debussy. Zu Gehör brachten die beiden virtuosen Musiker eines seiner bekanntesten Werke, die „Arabesque“. Der Reigen schloss sich durch das „Allegretto“ von Benjamin Godard, eines weniger in hiesigen Landen bekannten Komponisten, der selbst ein Meister seines Faches auf der Flöte war. Die Flötistin war bei der Darbietung des Werkes in ihrem Element. Und das Publikum kam voll auf seine Kosten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert