„Mission Olympic”: Herzogenrath startet in zweite Runde

Von: Andrea Thomas
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Der erste Etappensieg ist erreicht, Karl Müller (2.v.r.) überreicht Bürgermeister Christoph von den Driesch, Sportdezernentin Birgit Froese-Kindermann sowie Dieter Tinnemann (l.) und Manfred Borgs vom Stadtsportverband, die Urkunde als Kandidatenstadt bei Mission Olympic. Foto: Andrea Thomas

Herzogenrath. Herzogenrath hat Sportsgeist. Bereits im vergangenen Jahr schaffte es die Rodastadt beim Städtewettbewerb „Mission Olympic - Deutschlands aktivste Stadt” in die zweite Runde. Da war allerdings Endstation, andere deutsche Städte waren wohl noch etwas sportlicher, aktiver und kreativer.

Doch was ein echter Sportler ist, der steckt so etwas weg und geht erneut ins Rennen.

Stadt und Stadtsportverband hatten sich erneut beworben und es wieder in die zweite Runde unter die letzten 28 Städte und Gemeinden geschafft. „Herzogenrath hat die Jury mit dem vielseitigen Bewegungsangebot und einer kreativen Bewerbung überzeugt”, heißt es in der Begründung der Veranstalter: des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und eines Brauseherstellers mit Sitz in Atlanta. Jetzt erhielt die Stadt für den Etappensieg die Teilnehmerurkunde.

„Wir sind stolz, bereits zum zweiten Mal nominiert worden zu sein und wollen natürlich noch eine Runde weiter kommen. Sport und die Sportförderung spielen bei uns eine große Rolle. Wir haben viele Vereine und Ehrenamtliche, die sich hier engagieren”, sagte Bürgermeister Christoph von den Driesch.

Positive Aspekte

Ihm liege das sportliche Engagement seiner Stadt vor allem deshalb am Herzen, weil es auch viel über das Miteinander der Bürger quer durch alle Generationen und sozialen Schichten aussage. „Sport hat so viele positive Aspekte.

Zum Beispiel in der Prävention für unsere Kinder und Jugendlichen, die sich immer weniger in ihrer Freizeit bewegen.” Deshalb unterstütze die Stadt bereitwillig die Vereine, deren Einsatz gerade im Jugendbereich Lob und Anerkennung verdiene. Diesem Gedanken schloss sich Rodas Sportdezernentin Birgit Froese-Kindermann an: „Ohne die vielen Ehrenamtler ginge es nicht!”

Ohne sie und alle anderen organisierten sportlichen Herzogenrather, wird es auch bei „Mission Olympic” nicht gehen. Um sich fürs Finale der besten fünf Städte - dem Sieger winken 75.000 Euro, den Platzierten 10.000 Euro - zu qualifizieren, sind ab sofort alle Initiativen für Bewegung und Sport aufgerufen, sich zu beteiligen.

Mitmachen können sportliche Gruppen, Teams, Treffs und Organisationen, die durch ihr bürgerschaftliches Engagement Menschen in Bewegung bringen und halten, bereits bestehende Initiativen oder auch Gruppen mit ganz neuen Ideen.

Dabei komme es nicht auf Höchstleistungen, sondern auf den Spaß an der Bewegung an, wie Karl Müller für die Ausrichter betonte. Er lobte an der Herzogenrather Bewerbung, „dass sie stark familienorientiert ist und grenzüberschreitend. Sport verbindet Völker, Generationen und soziale Schichten”.

Vier Projekte hatten Stadt und Stadtsportverband bereits mit ihrer Bewerbung angemeldet: die erfolgreichen Fußballturniere Eurode-Cup und Kiga-Cup, die „Familiade” am Sonntag, 4. Oktober, und den Aktionstag „Herzogenrath bewegt sich”, für den noch ein Termin gesucht wird.

Bis ins hohe Alter

An den beiden letztgenannten Aktionen, für die sich der Stadtsportverband besonders engagiert, sollen sich alle Altersschichten sowie Menschen mit Behinderungen beteiligen können. „Es gibt tolle Mannschafts- und Bewegungsspiele, die man noch bis ins hohe Alter machen kann”, sagte der Stadtsportverbands-Vorsitzende Dieter Tinnemann. Einige davon werden auch bei der ersten „Familiade” im TPH im Mittelpunkt stehen.

Diesen Familientag richtet die Versehrtensportgemeinschaft Kohlscheid unter dem Motto „Reise in die Welt der Spiele” aus. Familienteams - idealerweise drei Generationen von der Oma bis zum Enkel - sollen ihr Geschick unter anderem beim Kartonlaufen, Torwandschießen oder Eierkartonstapeln beweisen.

Wenn sich viele inspirieren lassen und Roda unterstützen, ist den Vertretern von Stadt und Stadtsportverband nicht bange, dass mehr drin sein könnte, als nur olympisch „dabei zu sein”.
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