Millionen Euro wollen gesucht und gefunden sein

Von: Karl Stüber
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Alsdorf. Folgt Sekt oder Selter in Sachen Schulzentrum auf dem Annagelände oder bloß wieder eine Vertröstung auf später?

Hans Peter Lindlar, der Kölner Regierungspräsident höchstpersönlich, wird am Freitag mit Bürgermeister Alfred Sonders im Düsseldorfer Bauministerium vorstellig, um zur Klärung der Finanzierung des Großprojekts beizutragen, war im Hauptausschuss zu erfahren. Vertreten sein wird auch die Städteregion Aachen. Immer noch wird um einen Weg gerungen, zwölf Millionen Euro aus Mitteln der Städtebauförderung für den Neubau von Gymnasium und Realschule im Bereich der Kraftzentrale zu ermöglichen.

Aber die Zeit drängt, wie Kämmerer Günter Jansen deutlich machte. Bis zum 31. Dezember 2010 müssten die der Stadt Alsdorf zustehenden Mittel aus dem Konjunkturpaket in Höhe von insgesamt 4,7 Millionen Euro „beauftragt” und bis Ende 2011 abgerechnet sein. Da sollten die Projekte, für die diese Förderung fließen soll, rechtzeitig feststehen, um eine vernünftige Planung zu ermöglichen. Deshalb wolle nun die Stadt 2,7 Millionen Euro aus Mitteln des Konjunkturprogramms (Verwendungsbindung Bildung) wieder aus der Finanzierung fürs Schulzentrum rausziehen und für den Neubau der Turnhalle Begau, die neue Mensa-Hauptschule und die Sanierung der Festhalle Ofden einsetzen.

Im Gegenzug soll die dadurch entstehende Finanzierungslücke fürs Schulzentrum durch den Verkauf des Grundstücks in Ofden, auf dem das dann abzureißende Gymnasium steht, wieder geschlossen werden.

Stephan Spaltner, verantwortlich für den Schulbereich, erklärte auf Grund intensiver Nachfragen des Grünen Horst-Dieter Heidenreich, dass - vorbehaltlich der der grundsätzlichen Klärung, ob wirklich Mittel aus der Städtebauförderung fließen - der vorgegebene Anteil von Nutzung der Gemeinschaftsräume des neuen Schulzentrums durch Dritte nicht erreicht werde.

40 Prozent seien vorgegeben worden, jedoch nur 25 Prozent „darstellbar”. Das bedeute, dass bestenfalls anteilig wohl „nur noch sieben bis acht Millionen Euro” aus Mitteln der Städtebauförderung für das insgesamt rund 37 Millionen Euro kostende Großprojekt fließen dürften. Dennoch zeigte sich Bürgermeister Sonders weiterhin zuversichtlich: „Ich glaube nach wie vor fest daran!”

Auf Nachfrage ergänzte Kämmerer Jansen, dass bei dem anstehenden Spitzengespräch in Düsseldorf andere Fördertöpfe zum Lückenschluss „abgeklopft” werden sollen.
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