Alsdorf - Milchkartons im Dino-Format

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Milchkartons im Dino-Format

Von: Andrea Thomas
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Fleißig und erfolgreich: Die
Fleißig und erfolgreich: Die kleinen Baumeister der Offenen Ganztagsschule an der Gemeinschaftsgrundschule Alsdorf-Blumenrath mit ihrem T-Rex aus 1147 Milchtüten, mit dem sie im Kreativwettbewerb zum heutigen Weltschulmilchtag 2012 den ersten Preis gewonnen haben. Foto: Andrea Thomas

Alsdorf. Die Aufgabenstellung hat ebenso eindeutig wie knifflig geklungen: Zum Weltschulmilchtag am Dienstag, der von der Welt-Ernährungs-Organisation der Vereinten Nationen (FAO) ausgerufen wird, sollte ein Kunstwerk aus leeren Milchkartons gebaut werden.

Motto des Wettbewerbs: „Ku(h)nterbunt - Kunst aus Milchkartons”. Schulen in ganz Deutschland machten mit - und der Sieger kommt aus Alsdorf-Blumenrath.

Aber der Reihe nach. „Klar, wir sind auch dabei”, hatte zuvor Rainer Hinrichs, Leiter der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Alsdorf-Blumenrath, angekündigt. Die Kinder der Offenen Ganztagsschule (OGS) und Thomas Hupfauer, der im Nachmittagsbereich dreimal in der Woche Kurse in Schach und Arbeiten mit Holz anbietet und für kreative Großaktionen zuständig ist, waren da ganz seiner Meinung. „Die erste Idee war naheliegend, wir bauen eine Kuh”, sagt Hupfauer. Zu naheliegend allerdings, denn das würden andere Schulen ja bestimmt auch machen. Also musste etwas anderes her. „Wir haben in der Holzwerkstatt mal gemeinsam Dinos gebaut. Warum also keinen Dino?”

Der sollte dann aber auch ein echtes Monster werden, schließlich wollten die ehrgeizigen Alsdorfer Grundschüler nicht nur dabei sein, sondern am liebsten auch einen Preis für ihre Schule holen. Mutig beschlossen sie, einen knapp drei Meter hohen und fast fünf Meter langen Tyrannosaurus Rex aus Milchkartons zu bauen.

Die Rechnung ging auf, vor wenigen Tagen klingelte das Telefon in Alsdorf und es hieß: „Glückwunsch, Sie haben den ersten Preis gewonnen!”

„Das hatten wir uns zwar gewünscht, aber dass das klappt” - Thomas Hupfauer kann es noch kaum glauben. Vor allem, wenn er an den Start des Projektes zwei Wochen vor den Sommerferien zurückdenkt. „Irgendwie war uns da noch nicht so klar, wie viele Milchtüten wir dafür brauchen würden”, schmunzelt er im Rückblick. Bis zu den Ferien hatten sie 300 Tüten gesammelt und verbaut - und man sah nichts. Also musste über die Ferien fleißig weiter gesammelt werden.

Inzwischen war die ganze Schule ab Klasse 2 im Sammelfieber. Aus Einwänden wie „Da bin ich aber im Urlaub” entstand die nächste Idee: Passend zum internationalen Anspruch des Weltschulmilchtags sollte der Dino eine Außenhülle aus internationalen Milchtüten bekommen. Darin sind jetzt Verpackungen aus Luxemburg, Belgien, Niederlanden, Österreich, Spanien, Norwegen, Türkei, Kroatien, Portugal, Frankreich, Schweden, Schweiz, Polen, Italien und aus Ägypten verbaut.

Insgesamt 1147 Milchtüten stecken nun in dem 2,93 Meter hohen, 1,34 Meter breiten und 5,42 Meter langen Monster. Der Milchtüten-Dino ist ins Forum der Schule umgezogen, wo es mehr Platz gibt. Jeden Nachmittag haben insgesamt 31 Kinder bis Anfang September daran gewerkelt.

„Wir hatten eine Spülstation, eine Sortierstation, wo nach Farben, Formen und Ländern sortiert wurde, eine Schneidestation, wo die Tüten passend gemacht wurden, und eine Gruppe, die geklebt hat”, erklärt Hupfauer.

Welches Schicksal dem Dino nach dem Weltschulmilchtag widerfahren wird, ist noch nicht ganz klar. Gerne würden die Schüler ihn noch an anderer Stelle ausstellen, beispielsweise im Alsdorfer Rathaus. Einen Ehrenplatz in der Schule hat er danach aber auf jeden Fall sicher. „Für die Kinder ist das einfach unser Dino”, sagt Thomas Hupfauer. Der bleibt unvergesslich, auch, weil alle Beteiligten in den vergangenen Wochen wahrscheinlich mehr Milch als je zuvor getrunken haben.

Milchverzehr an Schulen und in Kitas fördern

Der Weltschulmilchtag wurde von der Welt-Ernährungs-Organisation der Vereinten Nationen (FAO) am 28. September 2000 zum ersten Mal ausgerufen. Der Weltschulmilchtag ist immer am letzten Mittwoch des Septembers. In diesem Jahr ist das der 26. September.

Die EU fördert seit 1983 die Abgabe von Milch, Milchmischgetränken und Naturjoghurt an Schulen und Kindergärten. Ziel ist es, den Verzehr von Milch und Milcherzeugnissen an Schulen und Kindertageseinrichtungen zu fördern. Daher stellt die EU für jeden Schüler einen bestimmten Betrag pro Schultag als Schulmilchbeihilfe zur Verfügung.

Mehr zum Weltschulmilchtag, der veranstaltenden Initiative Milch und dem Wettbewerb „Ku(h)nterbunt - Kunst aus Milchkartons” gibt es im Netz.

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