Michael Hesemann: „Wer glaubt, der ist nie allein“

Von: nina
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Referent Michael Hesemann und Pfarrer Dr. Guido Rodheudt. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. In der Reihe „Mysterium“ beleuchtet der Düsseldorfer Buchautor, Historiker und Vatikan-Experte Michael Hesemann ungelöste Rätsel der Christenheit. Es handelt sich um solche Phänomene, die sogar diejenigen beeindrucken, sie sich sonst nicht dem Glauben verschrieben haben.

Im Herzogenrather Montagsgespräch hielt er einen fesselnden Vortrag, in dem er unter dem Titel „Nicht von Menschenhand“ ausführlich auf das Thema Marienerscheinungen und heilige Bilder einging. „Schon zum dritten Mal haben wir die Freude, diesen ausgewiesenen Experten hier in St. Gertrud begrüßen zu dürfen“, sagte Pfarrer Dr. Guido Rodheudt sichtlich erfreut.

„Tilma“ in Guadalupe

Es gibt viele eindrucksvolle Dinge zwischen Himmel und Erde, in denen gläubige Christen und kritische Forscher göttliche Zeichen sehen. Die großen Marien-Wallfahrtsorte von Lourdes in Frankreich, Fatima in Portugal und Guadalupe in Mexiko mit ihren außergewöhnlichen Erscheinungen der Gottesmutter und medizinisch unerklärlichen übernatürlichen Heilungen.

Ein faszinierendes Marienbild stellte Hesemann genauer vor. Die vor 500 Jahren entstandene „Tilma“ in Guadalupe weist Eigenschaften eines Fotos auf. Hesemann rekonstruierte minuziös die Geschichte des heiligen Bildes und den neuesten Stand der Forschung. „Zeichen und Wunder lassen es und auch heute noch erahnen, dass Gott mit uns ist, selbst wenn es manchmal so scheint, als habe die Welt das vergessen.

Doch wer glaubt, der ist tatsächlich nie allein“, betonte Hesemann. Wer glaube, spüre die Präsenz, die Allgegenwart des Göttlichen. „Und manchmal wird er Zeuge eines Fingerzeigs, der ihn erahnen lässt, dass Gottes Wirken unsere scheinbare Realität durchdringt“, betont der Autor.

Man könnte trotz der beeindruckenden Beweise für den natürlichen Ursprung der Tilma noch immer an der Geschichte ihrer Entstehung zweifeln, wenn es keinen Präzedenzfall gäbe, meint Hesemann. Denn so beeindruckend das quasi-fotografische Porträt der Gottesmutter von Guadalupe ist, es steht nicht allein da. Ein anderes nicht von Menschenhand gemachtes Marienbild ist bestens dokumentiert, im Herzen Europas, in Tirol befindet sich „Marias Fensterbild“ in Absam am Karwendelgebirge.

Es gebe nur wenige Orte auf Erden, an denen Gottes Wirken in der Gegenwart so spürbar sei wie in Lourdes, dem einstigen Nest im südfranzösischen Pyrenäenvorland. Es hat sich zur Welthauptstadt der Hoffnung entwickelt, ist Anziehungspunkt für pilgernde Kranke und Leidende.

Eng verwoben ist der Ort mit einem besonderen Papst: Das Pontifikat von Johannes Paul II. glich einer marianischen Wallfahrt und endete 2004 mit seinem Besuch als „Kranker unter Kraken“ in Lourdes. Ihren Anfang nahm sie auf seiner ersten Auslandsreise nach Guadalupe 1979.

Das Jahresprogramm der Herzogenrather Montagsgespräche beginnt am 25. Januar mit dem Vortrag „Vom Wasser des Lebens“, einer Einführung in die „Spiritualität des Whiskys“ mit Dr. Dr. Wolfgang Rothe, München.

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