Mha-Gesundheitsforum in der Alsdorfer Stadthalle

Von: ust
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Gestalteten das mha-Gesundheitsforum zum Thema Impfen: (v.l.) Physiotherapeutin Yvonne Schink, Moderatorin Brigitte Hinkelmann, Referentin Dr. Cristina Demco und Schmuckdesignerin Claudia Beckers-Dohlen. Foto: Ute Steinbusch

Alsdorf. Das Fazit von Dr. Cristina Demco war eindeutig: „Die Impfung ist sicherer als das Durchmachen der Erkrankung.“ Die Medizinerin der Neurologisch-Psychiatrischen Gemeinschaftspraxis am Marienhospital Aachen (mha) referierte im Rahmen der mha-Gesundheitsforen in der Stadthalle. Ihr Thema: „Impfungen – Pflicht oder Kür?“

Demco präsentierte einen historischen Abriss von den ersten Entdeckern der Impfungen wie Edward Jenner über die Zeit der Pockenepidemien bis heute. Demco erklärte, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Welt 1980 für pockenfrei erklärt habe, nicht zuletzt dank der Impferfolge.

Demco erläuterte, dass in Deutschland grundsätzlich keine Impfpflicht bestehe, dass aber die Ständige Impfkommission (STIKO), angesiedelt am Robert-Koch-Institut, laufend ihre Empfehlungen für die Bevölkerung aktualisiere. Denn weiterhin seien verschiedene Krankheiten wie die Masern schwerwiegend, da sie tödlich enden können.

„Bislang vernachlässigt die Bevölkerung den Impfschutz ein Stück weit. Die erste Impfung lassen 96 Prozent durchführen, die zweite Impfung nur noch 92 Prozent.“ Wer Sorge vor Nebenwirkungen habe, den beruhigte Demco: „Das Risiko einer schweren Impfreaktion ist deutlich geringer als das, vom Blitz erschlagen zu werden oder mit dem Flugzeug abzustürzen.“

Die von der STIKO empfohlenen Impfungen tragen die gesetzlichen Krankenkassen, in bestimmten Risikogebieten zahlen sie zusätzlich die Impfung gegen die von Zecken übertragene Krankheit FSME. Im Anschluss an Demcos Vortrag stellten die Zuhörer zahlreiche Fragen, zum Beispiel zur Sinnhaftigkeit der jährlichen Grippeschutz-Impfung. Diese sei, so die Referentin, sinnvoll in den Monaten Oktober bis November, gerade für Zielgruppen wie ältere Menschen und Personen, die laufend mit Patienten in Kontakt sind.

Ab dem Lebensalter von 60 Jahren ist auch die Pneumokokken-Impfung sinnvoll und von der STIKO empfohlen. Dagegen reagierte Demco zurückhaltend, ob eine Impfung gegen Gürtelrose im Einzelfall Sinn mache. Denn Gürtelrose sei weder lebensbedrohend noch epidemisch. Bei den gängigen und empfohlenen Impfungen sei dagegen ein Zuviel weniger schlimm zu bewerten als ein Zuwenig. So sei es im akuten Fall und bei Nichtverfügbarkeit des Impfpasses eher geraten, eine Tetanusimpfung aufzufrischen, als darauf zu vertrauen, dass der Schutz der vorangegangenen Impfung noch gelte.

Die Moderatorin des Abends, Brigitte Hinkelmann, dankte denen, die die Veranstaltung möglich gemacht hatten, neben der Referentin der Katholischen Stiftung Marienhospital Aachen und ihrem Förderverein, der Abraxas-Apotheke aus Alsdorf, Claudia Beckers-Dohlen mit ihrem Schmuck-Design und Yvonne Schink aus Schaufenberg mit ihrer Physiopraxis.

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