MGV Linden-Neusen begrüßt den Frühling

Von: ehg
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Konzert des MGV Linden-Neusen in der Klosterkirche Broich: Unter der Stabführung von Chordirektor Heinz Dickmeis wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Frische, flotte und fröhliche Weisen brachte der um den Männergesangsverein Alsdorf verstärkte MGV Linden-Neusen bei dem in der Klosterkirche in Broich veranstalteten Frühlingskonzert unter der Stabführung von Chordirektor Heinz Dickmeis zur Freude der Besucher zu Gehör.

Die hochkarätigen Darbietungen des 1. Akkordeon-Orchesters Breinig unter der souveränen Leitung von Andrea Deserno, das zum achten Male erfolgreich beim MGV Linden-Neusen gastierte, drückten der wunderschönen Veranstaltung einen eindrucksvollen Stempel auf. Davon konnten sich auch voller Begeisterung Bürgermeister Arno Nelles und „Hausherr“ Pater Konrad Breidenbach überzeugen.

Stimmgewaltig bereitete der über 30-köpfige Chor mit dem Aachener Sängergruß „Auf Kaiser Karls geweihter Erde wird deutscher Sang und Klang geehrt“ den Boden für einen vielfältigen Musikgenuss. Mit der Volksweise „Die Legende von den zwölf Räubern“ brachten die Sänger die russische Volksseele zum Klingen.

Als Solist überzeugte der 80-jährige Bassist Egon Doersch. Gemeinsam mit dem gut eingestellten Chor machte er Appetit auf noch mehr „Ohrwürmer“. Feinfühlig fing der Chor die Stimmung der Heide in einem Chorsatz von Hansjakob Heuken ein. Dann das „Ave Maria noch morro“ des brasilianischen Komponisten Herivelto Martins. Gänsehaut-Feeling machte sich in der Klosterkirche breit. Es wurde leise mit gesummt.

Mit „Oblivion“ aus der Feder des weltberühmten argentinischen Bandoneon-Spielers Astor Piazolla lieferte das 1. Akkordeonorchester Breinig eine erste Kostprobe eines fein abgestimmten Zusammenspiels ab. Seine große Klangfülle entfaltete es, von sicherer Hand geführt von der Dirigentin, beim „Vieille Chanson“ aus „Drei Impressionen“, ausgewogen in Crescendo und Decrescendo. „Air und Jig“ aus der „Irischen Suite“ des ungarischen Komponisten Matyas Seiber war ein musikalischer Leckerbissen, ganz nach dem Geschmack der Konzertbesucher. Eine weitere Seite edlen und anspruchsvollen Musizierens auf dem Akkordeon schlug der 15-köpfige Klangkörper bei „Gabriellas Song“, einer Filmmelodie aus „Wie im Himmel“, des Schweden Stefan Nilson auf.

Mit „Aus der Traube in die Tonne“ und „Ein kleines Malheur“ meldete sich der gut eingestellte Männerchor unter dem Vizedirigenten Erwin Krönchen zurück, begleitet von Heinz Dickmeis am Flügel. Als Solist stand der Solist bei der ungarischen Volksweise „Heut‘ geht es an Bord“ ebenfalls seinen Mann. „My Bonnie is over the ocean“ und „Schwer mit den Schätzen des Orients“ waren zwei weitere unterschiedliche Chorsätze von Otto Groll, mit denen der Chor aufwartete. Schließlich kam Tenor Siegfried Palm bei der „Kosakenhochzeit“, einem Satz von Hans Neun, groß heraus.

Als Kontrast dazu bot der Chor geschlossen „Südliche Sommernacht“, eine italienische Volksweise, dar. Abwechslungsreicher ging es bald nicht mehr. Zumal Abwechslung auch beim Orchester beim zweiten Auftritt Trumpf war. Es spannte den Bogen von „A Klezmer Karnival“ über das „Lydie Auvray-Medley bis hin zum „Instant Konzert“ von Harold Laurence Walters, eines in Arkansas geborenen Komponisten und Dirigenten von Blaskapellen.

Chor und Orchester verabschiedeten sich mit dem „Radetzy Marsch“ von Johann Strauß, Vater, in einer Bearbeitung von Josef Werth von den restlos begeistert applaudierenden Konzertbesuchern.

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