„Metallrosen“-Wettbewerb lässt neue Talente erkennen

Von: Stefan Schaum
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Kein Duft, aber schickes Design: Für das Gestalten von Metallrosen hat Vanessa Nowak ein geschicktes Händchen. Foto: Stefan Schaum
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Hammer, Rohling, Rose: Aus 500 Formen entstanden beim ersten „Metallrosen“-Wettbewerb die Blumen. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Wenn der Erfolg von Vanessa Nowak eines zeigt, dann das: Es kann sich richtig lohnen, sich bei der Vorstellung vom Traumberuf nicht zu sehr auf eine Schiene festzulegen. Zweitplatzierte im Bundeswettbewerb „Metallrose“ ist sie geworden, und das ganz spontan.

Aus Rohlingen haben bundesweit rund 500 Jugendliche Rosen geformt. Schweißen mussten sie dabei nicht, aber ein geschickter Umgang mit den Hammer war durchaus hilfreich. Zwar hatte der Bundesverband Metall den Wettbewerb vor allem deshalb gestartet, um Fachkräfte für morgen zu gewinnen, doch hat mancher Teilnehmer ihn auch dazu genutzt, einfach mal über den Tellerrand hinauszublicken und womöglich ganz neue Talente an sich zu entdecken.

Genau so war es bei Vanessa Nowak, die derzeit an einer berufsvorbereitenden Maßnahme beim Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung teilnimmt.

Als Wolfgang Preußner, Anleiter im Metallbereich beim Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung (VABW) in Alsdorf, bei den Teilnehmern der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme nach Kandidaten suchte, war die 16-Jährige gleich dabei.

„Hat richtig Spaß gemacht“, sagt sie. Mit einfachen Werkzeugen hat sie einen Rohling so zurechtgehauen und -gebogen, dass er einer Rose glich. Einige Adern hat sie noch hineingearbeitet und den Stiel gebogen. So viel Mühe hatten viele andere Kandidaten sich nicht gemacht.

Dass Vanessa Talent hat, hat Wolfgang Preußner schon während der 45-minütigen Herstellung bemerkt, an der sich noch vier weitere Jugendliche beim VABW versucht hatten. „So ein Wettbewerb ist geradezu ideal, um mal etwas Neues zu versuchen“, sagt Preußner.

Vorkenntnisse braucht es nicht, auch keine Vorbereitung. Einfach loslegen – und vielleicht passt es ja. Vielleicht wird sogar mehr draus. Bei Vanessa Nowak könnte es der Fall sein. Derzeit stehen Bewerbungsgespräche bei Frisören an. Andernfalls könnte ihr eine Lehre im Metallhandwerk wohl auch gefallen. „Verkehrt wär‘ das nicht“, sagt sie.

Der Aha-Effekt zählt in jedem Fall. Denn nicht bloß ein schickes neues Handy, das Vanessa am heutigen Dienstag als Preis für den zweiten Platz erhalten wird, ist ihr Lohn. Die Rose selbst, die sie nach der Begutachtung durch eine Jury ebenfalls zurückbekommt, wird ihr ein Ansporn sein, auch künftig bei der Berufsvorbereitung öfter mal etwas auszuprobieren.

„So ein handfestes Ergebnis ist bei solch einer Aktion sehr wichtig“, sagt Sabine Bußmann, Betriebsberaterin beim VABW. „Jugendliche versuchen hier etwas und sehen dann schon nach kurzer Zeit, wozu sie in der Lage sind.“

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