Messe- und Eventdienstleister expandiert im Industriepark Hoengen

Von: Karl Stüber
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Eine weitere „Perle” im Indu
Eine weitere „Perle” im Industriepark Hoengen angesiedelt: (v.l.) Michael Eßers (WFG), WWM-Geschäftsführer Dr. Christian Coppeneur-Gülz, WFG-Geschäftsführer Dr. Axel Thomas und Bürgermeister Alfred Sonders sind mit der Standortentscheidung sehr zufrieden. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Mit der Ansiedlung der WWM GmbH & Co. KG im Industriepark Alsdorf-Hoengen, die dort ihren Geschäftsbereich Services erheblich ausbauen will, konnten gleich „drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen” werden.

Zum einen hat der Anbieter für integrierte Marketinglösungen einen bestens passenden Standort für seine rasche Expansion gefunden - der klassische Messebau verbleibt am Stammsitz in Monschau. Zum anderen hat die Alsdorfer Firma Cinram, Hersteller von CD, DVD und Blu-ray-Disc, einen interessanten Untermieter für zuletzt nicht mehr genutzte Lagerflächen gefunden.

Bekanntlich hatte Cinram durch den Verlust des Hauptkunden Warner Home Video in der Fabrikation erhebliche Einbußen erfahren, zwischenzeitlich zumindest aber wieder die Distribution „zurückgewonnen”. Dritter „Nutznießer” im Bunde ist Alsdorf, dessen Bürgermeister Alfred Sonders natürlich Geschäftsführer Dr. Christian Coppeneur-Gülz sogleich zum Unternehmer-Frühstück der Stadt einlud und für die Unterstützung von Stadtmarketing-Aktivitäten gewinnen wollte.

Dr. Axel Thomas, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Städteregion Aachen (WFG), hob die Vermittlerrolle von Städteregionsrat Helmut Etschenberg hervor. Schließlich hätten „zwei mutige Unternehmen”, Cinram und WWM, zusammengefunden. „Wir, die WFG, sind die Kupplung dabei gewesen.” So sei es gelungen, das Unternehmen in der Städteregion zu halten.

Geschäftsführer Dr. Coppeneur-Gülz, dessen Vater das Unternehmen im Jahre 1980 in Monschau gegründet hatte, hat offenbar die Erkenntnisse aus seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre und seine Praxiserfahrungen (so bei Roland Berger) konsequent genutzt, um WWM neu auszurichten und zukunftsfähig zu machen. Die Firma zählt derzeit an den Standorten Alsdorf, Monschau und Berlin 58 Mitarbeiter.

Der junge Geschäftsführer setzt im Rahmen der firmeneigenen Vision „Perspektive 2012” und angesichts eines prognostizierten Wachstums um 30 Prozent auf sogenannte „myWWM”-Lösungen. Er hatte das grundlegende Prinzip an der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung in Koblenz entwickelt. Dabei geht es um webbasiertes Management von Messen und Events. Dabei werden für Kunden Messesysteme und Werbemittel eingelagert und zentral verwaltet. Deshalb der rasant wachsende Bedarf an Lagerkapazität, wie sie in Alsdorf sofort verfügbar ist. Dabei kaufen die Nutzer nicht mehr die Messe- und Präsentationssysteme. Diese werden laut Coppeneur-Gülz bereitgestellt. Die Bestellung, also die Order zum Einsatz, erfolgt über ein entsprechendes Portal per Internet.

Europaweit werden nun von Alsdorf aus Präsentationssysteme und Messeausrüstung versendet und durch spezielle Montageteams aufgebaut - das natürlich gegen entsprechendes Entgelt „fürs Leihen”. „Unterm Strich sparen unsere Kunden rund 50 Prozent”, sagt der Geschäftsführer. Jederzeit können die Unternehmen nachhalten, wie stark bestimmte Ausrüstungen im Messealltag eingesetzt werden - oder eben auch nicht. So produziert WWM bedarfsgerecht die jeweiligen Ausrüstungssysteme. Mittlerweile kann die Firma auf namhafte Referenzen hinweisen, so zum Beispiel auf die „AachenMünchener Versicherung AG”.

Großer Wert wird bei der Einlagerung der Sachen auf Diskretion und Datenschutz gelegt - nicht zuletzt aus Wettbewerbsgründen. Entsprechend abgesichert sind Gelände und Lager im Industriepark Hoengen.
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