Mercedes-Freunde kommen in Städteregion auf Touren

Von: Stefan Schaum
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Auch schick: Ein Mercedes 220 S Coupé, Baujahr 1958, gehört zur Sammlung von Willi Schmitz. Foto: Schaum

Nordkreis. Als Willi Schmitz vor gut 25 Jahren mit seinem ersten Oldtimer – einem Mercedes 190 Diesel – daheim vorfuhr, hat seine Frau Hildegard bloß gesagt: „Da setz‘ ich mich aber nicht rein!“ Das alte Gefährt war ihr zunächst nicht geheuer. Schließlich hat sie doch Platz darin genommen – und es sogar sehr genossen.

Seitdem ist das Alsdorfer Paar bevorzugt mit mobilen Altertümchen unterwegs und hat derzeit richtig viel Planungsarbeit vor der Brust, denn erstmals findet ein Jahrestreffen der Mercedes-Benz-Interessengemeinschaft (MBIG) in der Städteregion Aachen statt.

Das organisiert Willi Schmitz als Leiter des Aachener Stammtisches, einem von gut 40 Stammtischen, die zur MBIG gehören. Zwar hatte dieser Zusammenschluss von Mercedes-Freunden 1980 seine Wurzeln in Aachen, doch zerfiel der Stammtisch rasch und wurde erst vor vier Jahren von dem Alsdorfer Oldie-Fan neu belebt. „Es ist eine große Ehre, dass das 33. Jahrestreffen nun in unserer Region als Premiere stattfinden kann“, sagt Schmitz.

Gerne hätte er die Gleichgesinnten – gut 190 Fahrer haben sich bislang für das vom 30. Mai bis zum 2. Juni dauernde Treffen angemeldet – bei sich in Alsdorf begrüßt. Doch die dafür favorisierten Orte – die ehemalige Kraftzentrale im Annapark oder der Denkmalplatz – kamen nicht in Frage. „Dort war nicht genug Platz, um die Autos gut sichtbar abzustellen.“

Und genau darum geht es neben der Geselligkeit bei diesen Treffen: zu zeigen, was man so in der Garage hat. „Dann will man auch mal die Motorhaube öffnen, und zeigen können, was drunter ist“, sagt Willi Schmitz. Das wird möglich sein, allerdings in Aachen. Die Fläche vor dem Tivoli-Stadion hat Schmitz für die Zeit des Treffens angemietet. Dort sollten sich die Fahrzeuge bequem platzieren lassen. Bewegt werden sie allerdings auch. Täglich geht es von Aachen aus durch die Region und das Dreiländereck.

Unter anderem steuern die Fahrer die Nato-Airbase in Geilenkirchen, den Nationalpark Eifel, den Tagebau Inden und die Wälder der Ardennen an. Der Weg zu den dortigen Besichtigungsprogrammen ist aber wohl das eigentliche Ziel. Denn eines hat auch Hildegard Schmitz seinerzeit rasch festgestellt: „Das Fahren in einem Oldtimer ist viel gemütlicher und man erlebt es auch viel bewusster als in einem neuen Auto.“ Ihre anfängliche Skepsis hielt daher bloß bis Monschau vor.

Dorthin führte die erste Ausfahrt, erinnert sie sich. „Wir wussten damals nicht, ob der alte Wagen es überhaupt weiter schafft.“ Was betagte Motoren leisten können, weiß sie inzwischen: Von Dänemark bis Zypern ist sie mit ihrem Mann gefahren, oft in einer Gruppe Gleichgesinnter, wie jetzt beim Jahrestreffen. Das Ehepaar selbst wird auf die Ausflüge allerdings verzichten müssen.

Für die Zeit des Treffens quartiert es sich in einem Hotel am Tivoli ein, um rasch vor Ort zu sein und den Ablauf zu gewährleisten. Willi Schmitz: „Wir sorgen dafür, dass alle in Bewegung bleiben.“ Gemütlich wird es für die beiden abends beim Essen. Bei Gesprächen, deren Inhalt natürlich der Mercedes ist.

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