„Menschenskinder“: Seit 20 Jahren Hilfe für Eltern von Frühchen

Von: yl
Letzte Aktualisierung:
15000959.jpg
Dr. Volker Siller (sitzend Mitte), Vorsitzender von „Menschenskind“, sowie seine Vorstandskolleginnen Marion Römers (rechts) und Ilse Zörkler (links) feierten das zwanzigjährige Jubiläum des Gesprächskreises „Eltern frühgeborener Kinder“ auf dem Bauernhof von Birgit, Lisa und Ulli Kessels (stehend v.l.). Foto: Yannick Longerich

Würselen/Stolberg. Alle Eltern der Welt fiebern auf den Moment der Geburt hin. Tritt dieser aber zu früh ein, wird es oftmals lebensbedrohlich für das Neugeborene. Ärzte und Pfleger müssen schnellstens reagieren, damit das sogenannte „Frühchen“ die frühzeitige Entbindung verkraftet. Das sind schwierige Zeiten für die ganze Familie.

„Menschenskind – Verein zur Förderung der Betreuung und Beratung kranker Kinder und Familien“ hat es sich neben vielen weiteren Themenfeldern zur Aufgabe gemacht, mit Experten und anderen Betroffenen für Hilfe und Unterstützung zu sorgen.

Vor 20 Jahren gründeten Mitglieder des Vereins einen eigenen Gesprächskreis für Eltern frühgeborener Kinder. Einige dieser „Frühchen“, deren Eltern das Angebot des Gesprächskreises einst in Anspruch nahmen, bleiben in Verbindung. Den Kontakt zum Verein und insbesondere zum Gesprächskreis ist Eltern wie „Frühchen“ weiter wichtig.

Als Ulli und Birgit Kessels Tochter Lisa erwarteten, kam auch sie zu früh auf die Welt. Sie erfreut sich jedoch aufgrund bester ärztlicher Versorgung und nicht zuletzt der umfangreichen Unterstützung seitens des Vereins bester Gesundheit. Eine jahrelange, freundschaftliche Verbindung zum Verein und zum Gesprächskreis stellte sich ein.

Flüchtlinge sind zu Gast

Als Dr. Volker Siller, Kinderarzt und Vorsitzender von „Menschenskind“, mit den Planungen für das 20-jährige Bestehen des Gesprächskreises begann, war für Mitglied Ulli Kessels sofort klar, dass er seinen urigen Bauernhof in Euchen für die Feierlichkeiten zur Verfügung stellen wird.

Hof und Scheune waren für die Festivitäten prächtig hergerichtet worden. In rustikaler Atmosphäre sorgte Drehorgelspieler Günter Kleiber für musikalische Begleitung. Seit Jahren spielt er zugunsten des Vereins in der Städteregion sein originelles Instrument.

Afrikanische Trommler brachten internationales Flair mit und eine Traktorfahrt sowie Pony-Reiten ließen die Herzen der jungen Besucher Höher schlagen. Ehemalige „Frühchen“ gaben sich ebenfalls die Ehre und hatten kleinere Aufführungen vorbereitet.

Zusammen mit den beiden Kinderkrankenschwestern Vorstandskolleginnen Marion Römers sowie Ilse Zörkler konnte Sillers darüber hinaus 27 Flüchtlinge, davon 14 Kinder, aus Stolberg begrüßen. In Kooperation mit dem Verein „Frauen für Frauen in Stolberg“ wollte man mit Eltern wie Kindern ins Gespräch kommen und ihnen die Kultur der Städteregion näher bringen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert