Mensaverein Würselen einigt sich mit der Stadt

Von: Karl Stüber
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Die Essenausgabe im Mensazelt am Gymnasium Würselen ist noch rechtzeitig aufgestellt worden: Dort sorgen (v.l.n.r.) Petra Schultheis und Sarah Kramer – hier mit der Vorsitzenden des Mensavereins Würselen, Dagmar Thorand – für die Verköstigung der Schüler der nahen Gesamtschule. Foto: Karl Stüber

Würselen. Der zuletzt vom Mensaverein Würselen so schmerzlich vermisste konstruktive Dialog mit der Stadt Würselen ist im Zuge unserer Berichterstattung über das Provisorium Mensazelt offenbar wieder in Gang gekommen.

Vorsitzende Dagmar Thorand lobte auf Nachfrage ausdrücklich, dass ihre Kritik an der Qualität des „Festzeltes“, das von den Gesamtschülern bis Fertigstellung der neuen Mensa am Gymnasium Ende des Jahres genutzt werden muss, von der Stadtverwaltung aufgegriffen worden ist. Thorand hatte bemängelt, dass die Wandelemente des auf den letzten Drücker zu Schulbeginn aufgestellten Zeltes nur lose befestigt sind und keine Türen haben.

Eine Kraft mehr erbeten

Die Zeltplanen müssten jeweils zurückgeschlagen oder -gerollt werden, was Wind und Regen und in den nächsten Monaten auch Kälte Tür und Tor öffnen wird. Sie hat gegenüber dem Schulträger angeregt, vor dem Hauptzugang ein Vorzelt aufzubauen, um die Witterungseinflüsse abzufangen.

Zudem sollte nach ihrer Auffassung an einer Kopfseite des Mensazeltes, wo die Essenausgabe eingerichtet worden ist, ebenfalls ein Vordach aufgestellt werden. Daraufhin habe das Gebäudemanagement der Kommune zugesichert, den zuständigen Zeltbauer vorbeizuschicken.

Zudem ist es gelungen, kurzfristig die notwendige Küchenausstattung für das Zelt zu ergattern, und das für sechs Monate zu einem günstigen Mietsatz, der von der Stadt übernommen werde, wie Thorand sagte. Es handelt sich dabei um eine Anrichte, zwei Warmessenausgaben, ein Kaltbuffet, Tee- und Besteckwagen sowie Handwaschbecken nebst Seifen- und Desinfektionsspender.

Gemäß Absprache, die im Januar in großer Runde mit allen Beteiligten stattgefunden habe, sei es Aufgabe der Stadt Würselen, für die notwendige Ausstattung für das Provisorium Mensazelt zu sorgen, sagte Thorand. Folglich komme auch die Kommune für die Miete der Küchenausrüstung auf. „Wir haben gemeinsam doch noch alles gut hingekriegt“, sagte die Vorsitzende des Mensavereins.

Zum vollkommenen Glück fehlt jedoch noch ein Baustein. Thorand hat gegenüber Bürgermeister Arno Nelles (SPD) sowohl in einem Telefonat als auch schriftlich ihre Bitte in Form eines Antrages bekräftigt, zur Bewältigung der Arbeit in den Provisorium eine weitere Minijob-Kraft für ein halbes Jahr einstellen zu dürfen. Kostenpunkt 3500 Euro.

Auf Nachfrage unserer Zeitung zollte Nelles dem Mensaverein große Anerkennung: „Dort wird wertvolle Arbeit geleistet!“ Er sprach allerdings auch davon, wie schwierig es doch angesichts der finanziellen Lage der Kommunen sei, „einen entsprechenden Beitrag“ auch zur Verfügung zu stellen. Nelles sicherte aber zu: „Wir werden mit dem Mensaverein eine Lösung finden!“

Thorand sagte, dass gegen Mittag innerhalb einer Zeitstunde 200 Kinder verköstigt werden müssen. Das müsse schnell über die Bühne gehen, damit die Schüler nicht hetzen und auch etwas von der Mittagspause haben. Danach gehe es ja mit der Betreuung (zum Beispiel in Sachen Hausaufgaben) und weiteren Angeboten in der Gesamtschule weiter.

„Da dürfen sich bei der Essenausgabe keine langen Schlangen bilden. Um das alles auf den Punkt genau und schnell abwickeln und nacharbeiten zu können, brauchen wird das Personal“, sagte die Vorsitzende.

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