Mensabaustellen auf dem Stundenplan

Von: Georg Pinzek
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Die Elektroinstallation der Albert-Schweitzer-Schule muss dringend auf den Stand der Technik gebracht werden. Foto: Georg Pinzek
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Trockengelegt und saniert werden muss das Gebäude der Wurmtalschule in Scherberg. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Von wegen Bauferien: In den Schulen haben Installateure, Fenster- und Trockenbauer, Elektriker, Schreiner – eben die ganze Palette von unterschiedlichen Handwerkern – Konjunktur. Wände werden versetzt, Kabel verlegt, Böden erneuert.

„Das sind teils ganz sportliche Bauzeitenpläne, die da umzusetzen sind“, gibt der Technische Beigeordnete Till von Hoegen unumwunden zu. In mehreren Schulen muss das Team vom Bau in Würselen Hand angelegen. „Natürlich ist das nicht immer einfach mit den Firmen in der Haupturlaubszeit“, sagt von Hoegen. Und weiter: „Wir sind aber zuversichtlich, dass der Katalog fristgerecht abgearbeitet werden kann und den Schulen Anfang September funktionstüchtige Räume zur Verfügung stehen.“ Folgende Restarbeiten seien aber nicht auszuschließen.

An zwei Standorten werden Schulen provisorisch ganztagstauglich gemacht. Sowohl das Gymnasium als auch die Realschule werden ab dem kommenden Schuljahr für die Fünftklässler als Ganztagsschulen geführt. Dazu werden Übergangsmensen eingerichtet. Rund 325.000 Euro werden dafür ausgegeben.

In der Realschule an der Tittelsstraße wird für Küche und Essensausgabe ein Klassenraum hergerichtet. In der angrenzenden kleinen Aula ist der Essbereich vorgesehen. Mit rund 80.000 Euro schlägt diese Baumaßnahme zu Buche. Am städtischen Gymnasium an der Klosterstraße werden zurzeit drei Klassenräume als Übergangsmensa umgebaut. Trennwände wurden bereits entfernt. Zwei der Klassenräume werden mit Esstischen möbliert, der dritte Raum ist für Küche und die Ausgabe der Mahlzeiten vorgesehen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 90.000 Euro. Für rund 155 000 Euro werden neue Möbel, Geschirr und Besteck sowie die Kücheneinrichtung angeschafft. In welcher Küche für beide Schulen gekocht wird, steht unterdessen noch nicht fest. Ein Mensaverein, die Schulleitungen und die Stadt als Träger entwickeln gemeinsam das Konzept.

Die Realisierung der Provisorien läuft also noch, da muss die Stadt bereits eine dauerhafte und zukunftsfähige Lösung für das Raumprogramm beider Schulen (je vierzügig) in Angriff nehmen. „Da müssen wir genau hinsehen und rechnen“, erklärt der Technische Beigeordnete. Nicht nur eine Mensa, sondern Lehrerarbeitsplätze, Bibliothek, Schülerarbeits- und Aufenthaltsräume etc. sind für den Ganztagsbetrieb vorgeschrieben. „Wir prüfen, wie das benachbarte Gebäude der auslaufenden Hauptschule an der Lehnstraße in das Konzept sinnvoll integriert werden kann. Entscheidend ist dabei auch der Sanierungsbedarf der beiden Standorte, der zwingend in die Gesamtkonzeption einkalkuliert werden muss. Das Prozedere läuft“, versichert von Hoegen.

Zustand völlig unhaltbar

In der Förderschule Helleter Feldchen in Broichweiden muss in den kommenden Wochen die Elektroinstallation, die aus den 60er Jahren stammt, auf entsprechende Sicherheitsstandards gebracht werden. Bei einer Bestandsaufnahme wurde festgestellt, dass die Überstromsicherungssysteme nicht mehr einwandfrei funktionieren. Bei einer Schule ist so ein Zustand völlig unhaltbar. Ein Ingenieur-Büro hatte einen Bedarf für die Komplettsanierung mit über 400.000 Euro berechnet. Da aber die Zukunft des Schulstandorts im Zuge der Inklusionsdebatte ungewiss ist, werden aufgrund der angespannten Haushaltslage nur die dringend erforderlichen Sanierungsmaßnahmen erledigt; Kostenpunkt: rund 116.000 Euro. Allein der zu erneuernde Stromverteiler schlägt mit 50.000 Euro zu Buche.

250.000 Euro muss die Stadt Würselen in die Trockenlegung und Sanierung des Gebäudes der Wurmtalschule in Scherberg investieren. Die von der Offenen Ganztagsgrundschule genutzten Räume (Essensraum und Küche) sind aufgrund eines Feuchtigkeitsschadens Mitte 2011 außer Betrieb genommen worden, seitdem wurde provisorisch ein Klassen- und ein Nebenraum genutzt. Ab dem Schuljahr 2013/14 werden aber wieder zwei Eingangsklassen auch an diesem Standort der Verbundschule Morsbach/Scherberg gebildet.

Sporthalle endlich fertig

Gute Nachricht für den Schulsport: In Kürze wird die Elmar-Harren-Sporthalle an der Krottstraße wieder eröffnet. Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen ist das Werk endlich vollbracht. Boden, Wände, Decke, Dach wurden getrimmt. Elektro-, Heizungs- und Sanitär-, Dämm- und Isolierungsarbeiten usw. sind endlich erledigt. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, sagt Till von Hoegen. In heutigen Zeiten ist das wohl eher die Ausnahme: „Wir konnten den angesetzten Kostenrahmen von 1,8 Millionen Euro ordentlich unterschreiten.“

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