Mensa-Provisorium: „Gymnasiasten essen nie im Festzelt“

Von: -ks-
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Würselen. Die Beantwortung einer Anfrage in der jüngsten Ratssitzung zum Thema Mensa am Gymnasium Würselen hat zu Irritationen geführt – und zu einer (Selbst-)Korrektur seitens der Stadt Würselen, um einen „Eindruck“ entgegenzuwirken.

Unsere Zeitung hatte dem Sitzungsverlauf entsprechend über die Beantwortung der Anfrage des CDU-Stadtrats Karl-Jürgen Schmitz berichtet, der von der Verwaltung wissen wollte, ob als Provisorium wirklich ein Zelt aufgestellt wird, um Schüler zu verköstigen, weil sich die Fertigstellung der Mensa verzögere. Der Technische Beigeordnete der Stadt Würselen, Till von Hoegen, bestätigte dies und zog dabei den Vergleich mit einem „Festzelt“. Dies sei mit dem Mensaverein so geklärt worden („Gymnasiasten müssen in einem Festzelt speisen“, Beitrag vom 11. Februar).

Dies und der Hinweis in unserem Bericht, dass nun Gymnasiasten in einem Festzelt essen müssten, haben zum Protest des Mensavereins geführt. Vorsitzende Dagmar Thorand schreibt dazu: „Die Gymnasiasten essen niemals im Festzelt. Es wird auch kein Festzelt, sondern ein Mensazelt (wie Aachen es auch schon für die Studenten hatte) aufgestellt. In dem werden ausschließlich die Gesamtschüler verpflegt.“ Für die Gymnasiasten ändere sich bis zur Fertigstellung der neuen Mensa nichts.

Zwischenzeitlich hat die Stadt Würselen durch ihren Pressesprecher Bernd Schaffrath diese Aussage des Mensavereins bestätigt. Zugleich wurde seitens der Verwaltung aber auch eingeräumt, dass in der Beantwortung der Anfrage im Stadtrat sehr wohl der Vergleich mit einem „Festzelt“ gezogen wurde. Zudem war in der Sitzung des Rates bei der Nutzung des Zeltes nicht zwischen Gymnasiasten und Gesamtschülern differenziert worden.

Neubau im Januar 2017 fertig

Auf Nachfrage unserer Zeitung sagte Stadtsprecher Schaffrath, dass nun im Zuge der anlaufenden Bauarbeiten (Gießen der Bodenplatte) auch das „Mensazelt“ aufgebaut werde. Dort sollen mit Beginn des Schuljahres 2016/17 Gesamtschüler ihr Essen bekommen, die in der benachbarten und auslaufenden Hauptschule untergebracht sind. Der Grund dafür lautet: Der Platz zur Verköstigung im Forum dieser alten Schule reicht nicht mehr aus, wenn zu den derzeit 108 Schülern weitere 108 hinzukommen.

Das „Mensazelt“ soll bis Fertigstellung der gemeinsamen Mensa am Gymnasium bis voraussichtlich Januar 2017 ausschließlich von Gesamtschülern genutzt werden, bekräftigte Schaffrath.

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