Herzogenrath - „meinHerzogenrath.de“: Ein Projekt mit großen Chancen

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„meinHerzogenrath.de“: Ein Projekt mit großen Chancen

Von: mabie
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Blick auf die mögliche Startseite von meinHerzogenrath.de: Rund 150 Besucher kamen zur Auftaktveranstaltung. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Sonntags ist auch für viele Selbstständige der Tag, um einmal die Füße hochzulegen. Der Pyjama oder die Wohlfühlklamotten dürfen anbleiben, die Zeitung wird in Ruhe gelesen und auch Onlinegehen ist an solchen Tagen mittlerweile normal.

Wer dabei shoppen will, könnte in Kürze auf ein völlig neues Angebot in Roda treffen. Denn am gestrigen Sonntag, wenn auch die mal einen Gang runter schalten dürfen, die sonst selbstständig arbeiten, wurde das Konzept zu „meinHerzogenrath.de“ vorgestellt. Damit ist eine noch zu erstellende, virtuelle „Mall“, also eine lokale Einkaufsmeile im Netz, die nur Herzogenrather Unternehmen unter der Adresse www.meinHerzogenrath.de umfasst, gemeint.

Nach dem Willen des Stadtmarketings Herzogenrath, das gemeinsam mit der Medienagentur looping.tv dieses Konzept als neues Shopping-Erlebnis in Herzogenrath etablieren will, ist es ein Weg, um in Zeiten des allgegenwärtigen Online-Handels den lokalen Anbietern den Schritt ins Netz zu erleichtern.

Nicht nur klagen

Und die Resonanz war gewaltig: 150 Interessenten kamen dazu in die Aula des Schulzentrums an der Bardenberger Straße. Nicht nur Stadtmarketing-Vorsitzender Walter Breuer freute sich angesichts des Zuspruchs unter den lokalen Selbstständigen und Gewerbetreibenden. „Die Zeiten, in denen das Internet nur den Spezialisten vorbehalten war, ist längst vorbei“, begann er seine Ausführungen. Vielmehr biete das weltumspannende Netz neben einer Unzahl an Informationen und Einkaufsmöglichkeiten, auch die Chance, den Erfolg von Marketingmaßnahmen gezielt zu kontrollieren.

Wer nun über die Präsenz des Internets im Alltag klage, müsse sich aber im Klaren darüber sein, dass in der heutigen Medienwelt ohne das weltweite Netz nichts mehr gehe.

Service erweitern

„Wir sollten unseren Service und unsere Möglichkeiten, auf die Kunden zuzugehen, erweitern“, fand auch Bürgermeister Christoph von den Driesch in seinem Grußwort. Denn der Einzelhandel könne neben dem reinen Produktangebot auch mit Service und Zuverlässigkeit punkten. Über den viel zitierten „Beratungsklau“ – also der bei manchen Zeitgenossen üblichen Praxis, sich vor Ort im Einzelhandel über Waren zu informieren und beraten zu lassen, aber dann online zu kaufen – zu philosophieren, bringe hingegen nichts, meinte der Erste Bürger: „Die Priorität muss ein, Beratung und Einzelhandel mit dem Online-Shop zu kombinieren.“

Den in unserer Zeitung am Samstag angekündigten Weg der Stadt Alsdorf, sich auf die Innenstadt und eine Gewerbeflächenbörse zu konzentrieren, sah er dabei nicht als Königsweg an. „Ich bin überzeugt davon, dass unser Konzept das Bessere ist“, konstatierte von den Driesch.

Wie die Online-Shopping-Mall funktioniert, was sie kostet und was sie bietet, erläuterte Alexander Derichs vom Projektpartner looping.tv. Letztere haben ein ähnliches Konzept bereits in Jülich installiert (siehe Box). Derichs betonte, dass der Umgang mit und die Nutzung des Internets für mittlerweile 55,6 Millionen Deutsche zum Alltag gehöre und diese Zahl stetig wachse. „Für viele regionale Anbieter ist es schwierig, sich zu positionieren“, unterstrich er, „aber trotz dieser Entwicklung bleibt der stationäre Handel Anlaufstelle Nummer eins für die Kunden.“ Alle unter ein Online-Dach zu bringen soll auf meinHerzogenrath.de mit einfacher Navigation, die an verschiedene Endgeräte angepasst ist, in einem übersichtlichen, mit Bildern, Daten und Kontaktmöglichkeiten gespickten Shopkonzept gelingen. Auch die Anbieter sollen einfach und schnell nicht nur ihre Profile einstellen und anpassen können, auch Angebote sollen schnell eingebunden werden können.

Marketing-Paket

„Alle Anbieter in meinHerzogenrath.de bekommen zudem ein Marketing-Paket“, sagte er zu. Darin enthalten seien Plakate, Flyer, Aufkleber für Schaufenster, Werbegeschenke, Anzeigen in Printmedien, die Einbindung in soziale Netzwerke und auch die Kosten für Suchmaschinen wie Google. So soll eine Art „virtuelles Schaufenster“ entstehen, das Angebote und Aktuelles umfasst und auch Zielgruppen im größeren Umkreis ansprechen soll.

Natürlich, das betonte auch Siggi Müllenmeister vom Stadtmarketing-Verein, lebt die Seite vom Mitmachen. 50 Anbieter sollen es zum Start sein, an Ostern könnte alles online gehen. „Das Stadtmarketing hat fast zwei Jahre an diesem Konzept gearbeitet“, sagte Müllenmeister: „Wir müssen uns als Unternehmer nach außen hin in unserer Vielschichtigkeit präsentieren.“ Aber wenn es keiner wisse, schaue auch niemand hin, erklärte Müllenmeister weiter: Hinweisschilder an Ortsein- und –ausgängen, Anzeigen in Printmedien und natürlich die Integration des passenden Logos in die firmeneigenen Auftritte seien dafür notwendig. „Das Stadtmarketing nimmt viel Geld in die Hand, um mein.Herzogenrath.de nach außen zu präsentieren“, schloss er. So übernimmt der Verein auch für die ersten 30 Unternehmen, die sich anmeldeten, die einmalige Einrichtungsgebühr von je 100 Euro und machten so den Einstieg in meinHerzogenrath.de einfacher. Letztlich waren es knapp 40 Unternehmer, die schon verbindlich zugesagt haben und rund zehn weitere, die eine mündliche Absichtserklärung abgegeben haben – kein schlechter Auftakt ...

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